Industriekommunikation

Ohne Unterbrechung

Die Anforderungen an moderne Schaltnetzteile für industrielle Anwendungen sind hoch, angefangen von der Stabilität über die Leistungsdichte bis hin zu einem möglichst flexiblen Einsatz. Dass sich all dies nicht unbedingt gegenseitig ausschließen muss, zeigt eine Neuentwicklung mit hohen Leistungsreserven und drei Ausbaustufen für unterschiedliche Anforderungen.

Unterbrechungsfreie Stromversorgung, selektive Absicherung und Redundanzmodul – auch das Zubehör ist optimal auf die Schaltnetzteile abgestimmt

Die neu entwickelte, stabilisierte Ausführung der bewährten leerlauf- und kurzschlussfesten Stromversorgungen Power Vision ist ein Gerät für unterschiedliche Anforderungen. Wichtigster Punkt hierbei ist die Berücksichtigung von technischen und wirtschaftlichen Kriterien. Die beiden Produktreihen PV (semistabilisiert) und PVS (stabilisiert) sind in jeweils drei Linien verfügbar: Die so genannte Economy-Klasse bietet kompakte Low-Cost-Geräte mit Standardfeatures, die sich auf die Kernaufgaben der Spannungs- und Stromlieferung konzentrieren; zwei farbige LEDs signalisieren die Betriebsmodi. Die Basis-Ausführung verfügt darüber hinaus über eine integrierte Kontrolleinheit, mit der alle Eckdaten der Stromversorgung abgerufen, überwacht und parametrisiert werden können. Drei farbige LEDs sowie vier Signalausgänge informieren den Anwender über die unterschiedlichen Betriebszustände und ein LC-Display visualisiert die Informationen wie Strom und Spannung am Ausgang sowie die Betriebsstunden. Auswertung, beziehungsweise Parametrisierung erfolgt wahlweise direkt am Gerät oder über die RS232- Schnittstelle.

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Die High-End-Variante ist zusätzlich mit einem integrierten Line Monitor ausgestattet, der das Eingangsnetz hinsichtlich einer maximalen Prozesssicherheit im Blick hat: Die aktuelle Eingangsspannung, für die minimale/maximale Grenzwerte konfigurierbar sind, die aktuelle Eingangsfrequenz und das Drehfeld – der leistungsfähige Line Monitor übernimmt diverse Funktionen und macht zahlreiche Zusatzgeräte verzichtbar. Unabhängig von Rahmenbedingungen wie Schwankungen der Eingangsspannung garantieren alle drei PVS-Typen eine hochstabile Ausgangsspannung von 24 V, die an den Geräten individuell veränderbar ist, so dass beispielsweise Leitungsverluste auf dem Weg zur Verbrauchsstelle kompensiert werden können.

Kurzzeitige Lastspitzen werden über die integrierte Leistungsreserve (Power Boost) sicher abgefangen und ermöglichen – in Abhängigkeit vom Modell - für acht Sekunden eine bis zu 150-prozentige Last, beziehungsweise für vier Sekunden eine bis zu 200-prozentige Last, bevor die Sicherungssysteme aktiviert werden. Die PVS-Reihe erlaubt bei kurzen Leistungsspitzen sogar bis zu 400 Prozent – bislang einzigartig auf dem Markt. Dieser Top Boost bietet eine effiziente Alternative zu elektronischen Sicherungen, die in Stromkreisen mit Schaltnetzteilen zur sicheren Auslösung im Fehlerfall zum Einsatz kommen: Die Block-Geräte haben genügend Reserve, damit die konventionellen, kostengünstigen Sicherungsautomaten im Fehlerfall auslösen. Zusätzliche Sicherheit bieten die nur 40 Millimeter breiten Redundanzmodule der PV-Serie in zwei Ausführungen. Sie entkoppeln zwei Netzteile voneinander. Sollte das Eine versagen, gewährleistet das Zweite die Prozesssicherheit. Im Gegensatz zu der nur mit einem potenzialfreien Relaiskontakt und LEDs ausgestatteten Low-Cost-Variante verfügt das High-End-Gerät darüber hinaus über eine Kontrolleinheit mit Display und zusätzlichen Signalausgängen. Dadurch können angeschlossene Verbraucher strom- und spannungsüberwacht werden.

Für den Fall von längeren Netzunterbrechungen liefert Block auch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung mit Akku (PVUA + PVA) für Nennströme bis 10 A. Die Geräte verfügen über eine integrierte Kontrolleinheit mit Strom- und Spannungsüberwachung, vier Signalausgängen, einem potenzialfreien Relaiskontakt sowie eine RS232-Schnittstelle. Zudem zeichnet sie sich durch zuverlässige Signalisierung, optimales Batteriemanagement und Kurzschlussschutz aus. Zur PV-Familie gehört auch die speziell für den Einsatz an Schaltnetzteilen konzipierte selektive Absicherung mit vier Kanälen, um im Ernstfall nur die fehlerhaften Anlagenteile zuverlässig trennen zu können. Der Nennstrom ist in acht Stufen von 1 bis 8 A je Kanal einstellbar. Neben einer integrierten Kontrolleinheit mit Display und Schnittstelle können über LEDs und Signalausgänge Betriebszustände signalisiert werden. Für kurzzeitige Leistungsspitzen kann die Auslösecharakteristik der Sicherung angepasst werden.

Dr. Peter Stipp / [email protected]

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