Meinung

Drei Fragen an… David Wetzel

Stecken und Verbinden. Worauf kommt es bei zuverlässigen Kabelführungen an und wohin gehen die Entwicklungen? Dazu befragte die handling-Redaktion David Wetzel, Produktmanager bei Icotek.

David Wetzel, Produktmanager, Icotek. © Icotek

Mit der wachsenden Vernetzung steigt auch die Anzahl der Kabelverbindungen. Eine zuverlässige Kabelführung ist aber ebenso wichtig. Worauf muss der Anwender achten?
Einfache Montage, die Einhaltung geforderter Normen und Schutzarten und der Nachweis dessen durch Prüfzertifikate. Sind Zertifizierungen nicht gegeben, wird die Abnahme beim Endkunden problematisch. Dies gilt insbesondere bei Exporten in die USA. Dort muss die UL-Listung aber auch die Schutzartprüfung nach Nema beziehungsweise Type Rating häufig nachgewiesen werden. Icotek hat eine Vielzahl an Produkten nach Type Rating prüfen und entsprechend zertifizieren lassen. Denn eigentlich sind die Anforderungen an Kabeldurch- und Kabeleinführungen doch immer gleich: Einfaches Handling, schneller Auf- und Abbau sowie schützende und gesicherte Eigenschaften gegen äußere Einflüsse. Im Optimalfall zertifiziert.

Inwieweit spielt die Digitalisierung für Sie eine Rolle, wie sieht die digitale Zukunft bei Icotek aus?
Im Zuge der Digitalisierung bieten wir unseren Kunden seit September einen Baugruppenkonfigurator auf http://www.icotek.com an. Dieser Online-Konfigurator ist intuitiv zu bedienen und simuliert verschiedenste Konfigurationen um anschließend ein fertiges Produkt zu realisieren. Flankierend bieten wir unseren Kunden auch einen CAD-Service an, der unsere Kabeleinführungen von Beginn an in die Konstruktion einbindet. (Zum Beispiel über Traceparts oder Cadenas.)

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Welche Entwicklungen stehen in der nächsten Zeit an, welche Trends sehen Sie? 
Wir haben in der Vergangenheit immer wieder beweisen, wie zukunftsgerichtet die Icotek-Gruppe agiert. Für uns ist es natürlich sehr wichtig, dass wir uns in die richtige Richtung entwickeln. Hier liefert die enge Kommunikation mit dem Kunden wichtige Impulse. Durch den Gedankenaustausch mit unseren Kunden waren und sind wir auf steigende aber auch auf künftige Marktanforderungen stets gut vorbereitet. Heraushebende Entwicklungen der jüngeren Zeit waren natürlich die KVT-ER Reihe (die erste teilbare Kabelverschraubung abgedichtet bis zu IP68) und die EMV-KEL (Kabeleinführung mit EMV-Abschirmung). Mit diesen Produkten haben wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht. Die EMV-KEL ist eine teilbare Kabeleinführung, die nicht nur gegen schirmgebundene Störungen, sondern auch gegen feldgebundene Störungen, zuverlässig abschirmt. Dieser Aspekt beispielsweise, wird in der Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Das IMAS Connect System ist der nächste Meilenstein für Icotek. Hier haben wir ein modular aufgebautes Tüllensystem entwickelt. Durch den Einsatz der zugehörigen AT-KS Tülle werden Steckverbinder direkt in die Kabeleinführung integriert, HDMI USB, RJ45 und ca. 70 weitere Keystone-Module. Da sind wir für die Zukunft gut aufgestellt. Im November werden wir eine weitere Innovation vorstellen. Lassen Sie sich überraschen.

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