Digitale Geschäftsmodelle

Andreas Mühlbauer,

"Let’s Talk Science" zeigt Mechanismen nach Gaia-X-Prinzipien

Kooperationen auf Basis von Daten bestimmen die Produktion von Morgen. Wer mithalten will, muss darauf aufbauend neue Geschäftsmodelle entwickeln. Viele Unternehmen fürchten jedoch, die Hoheit über ihre eigenen Daten zu verlieren und riskieren so, den Anschluss zu verpassen. Doch es gibt datenschutzkonforme Lösungen auf Basis der Gaia-X-Prinzipien.

Datenschutzkonforme Lösungen auf Basis der Gaia-X-Prinzipien © VDW

Gaia-X ist eine europäische Initiative mit dem Ziel, eine föderierte europäische Dateninfrastruktur aufzubauen, die auf den Grundsätzen von Souveränität, Sicherheit, Transparenz und Interoperabilität beruht. „Es ist eine datenschutzkonforme, souveräne Antwort auf US-amerikanische oder asiatische Cloudanbieter, die als Hyperscaler bezeichnet werden“, erläutert Markus Weber. Am 27. Juli 2022 um 8.30 Uhr wird er im Live-Webinar Let’s Talk Science erklären, wie das Datenschutz-Dilemma zu umgehen ist.

Der Wissenschaftler leitet in Deutschland das österreich-deutsche Projekt EuProGigant (European Production Giganet). Das ist das Gaia-X Leuchtturmprojekt für die Fertigungsindustrie, das von österreichischen und deutschen Ministerien finanziert wird. Im Rahmen des Projekts wird bis 2025 ein standortübergreifendes, digital vernetztes Produktionsökosystem aufgebaut. „Es stellt eine disruptive Vision für das Internet der Zukunft in der Fertigungsindustrie dar“, ist sich Weber sicher.

Vernetzt und doch sicher

Bislang ist die Zurückhaltung bei vielen Unternehmen groß, wenn es darum geht, Produktionsdaten auf einer Plattform zu teilen. Zu groß ist die Befürchtung, die Hoheit über diese Daten zu verlieren. EuProGigant eröffnet dagegen einen firmenübergreifenden, aber DSGVO-konformen Raum für neue digitale Geschäftsideen. „Jedes Unternehmen erzeugt große Mengen an Daten. Als Inhaber ihrer eigenen Daten eröffnen sich ihnen viele Möglichkeiten an neuen Geschäftsmodellen teilzunehmen. Sie können ihre Daten sicher und geschützt anderen Unternehmen im Ökosystem anbieten und so eine völlig neue Einnahmequelle für ihr Geschäftsmodell erschließen“, so Weber. „Darüber hinaus würde jedes Unternehmen auf diese Weise einen Beitrag zu sicheren und widerstandsfähigeren europäischen Wertschöpfungs- und Lieferketten leisten.“

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