Lagerkennzeichnung

Stellplätze bis zehn Meter Höhe vom Boden aus scannen

Der Logistikdienstleister The Green Line (TGL) hat seine dritte Halle in Ochtrup in Betrieb genommen. Bei der Kennzeichnung seiner Lagerhalle hat TGL wie schon bei den beiden Hallen zuvor auf das Know-how von Onk gesetzt.

Mit Produktion und Montage der Lagerkennzeichnung beauftragte TGL den Kölner Spezialisten Onk. Für eine schnelle Orientierung in der nach Fertigstellung 77 Regalreihen umfassenden Halle sorgen Gangschilder mit auf reflexionsfreier Folie aufgedruckten Ziffern. © The Green Line

TGL bietet Transport-, Logistik- und Mehrwertdienstleistungen, darunter barcodegestützte Kommissionierung, Bundeling sowie den kostenoptimierten Versand. Die dritte Halle erweitert das Logistikzentrum Ochtrup auf insgesamt mehr als 25.000 Quadratmeter Lager- und Logistikfläche. Zu den größten Kunden am Standort zählt der Landmaschinenhersteller Kemper, eine John-Deere-Tochter, für den TGL die weltweite Ersatzteillogistik organisiert. Je nach Saisonverlauf seiner Kunden bewegt TGL monatlich zwischen 10.000 und 12.000 Warenausgangspositionen mit bis zu 1,4 Millionen Einzelteilen.

„Für unsere Logistikleistung ist die Stellplatzkennzeichnung ein wichtiger Bestandteil zum Erreichen einer Nullfehlermentalität“, betont Michael Schweisfurth, Geschäftsleiter Logistik bei TGL, „weil dadurch alle Prozesse durchgängig transparent und nachvollziehbar sind.“ Die jährlich durchgeführte Stichprobeninventur bei den für Kemper gelagerten Artikeln zum Beispiel wies zuletzt eine Differenz von nur 0,08 Prozent auf – bei mehr als 10.000 verschiedenen Ersatzteilen. Darüber hinaus werden 98,8 Prozent der bei Kemper eingehenden Aufträge von TGL noch am selben Tag versendet.

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Schnelle Übersicht über 77 Regalreihen
Notwendig geworden war die Erweiterung, um die Flächennachfrage seiner stark expandierenden Bestandskunden zu decken. Bei Vollbelegung der dritten Halle bieten 77 jeweils elfeinhalb Meter hohe Regalreihen Platz für 15.000 Paletten. Im ersten Schritt hat TGL die Hälfte der Fläche mit 7.500 Stellplätzen regaliert und nutzt die Restfläche vorerst als Blocklager. Aktuell lagert dort schwerpunktmäßig Hardware eines Internet-Powersellers. Auf Basis der seitens TGL vorgegebenen Lagerplanstruktur hat Onk Regalzeilenschilder und knapp 12.000 Etiketten produziert und montiert.

An allen Regalfächern hat Onk selbstklebende Folienetiketten mit elfstelliger Stellplatznummer, bestehend aus Hallennummer, Regalnummer, -reihe, -ebene sowie -fach, angebracht. © The Green Line

Für die Grundordnung im Lager sorgen Regalzeilen- oder Gangschilder, die gut sichtbar an den Stirnseiten der Regale angebracht sind. Die 30 Zentimeter großen, auf reflexionsfreier Folie aufgedruckten Ziffern lassen sich schon von weitem gut lesen und geben einen schnellen Überblick. An allen Regalfächern hat Onk selbstklebende Folienetiketten mit elfstelliger Stellplatznummer, bestehend aus Hallennummer, Regalnummer, -reihe, -ebene sowie -fach, angebracht. Zusätzlich zeigt auf jedem Etikett ein nach unten weisender Richtungspfeil zu Ebene 00 und ein nach oben weisender Pfeil zu allen anderen Ebenen.

Die Fahrer der Schubmaststapler sollen bei TGL Ware scannen können, ohne abzusteigen. Deshalb hat Onkab vier Meter Regalhöhe zusätzlich zum Lagerplatzetikett ein retroreflektierendes Barcodeetikett aufgeklebt. Das Lichtsignal verstärkt das Lichtsignal des Scanners und lässt sich so aus bis zu zwölf Meter Entfernung lesen. © The Green Line

Regalfächer scannen bis zehn Meter Höhe
Die besondere Herausforderung bestand bei der Kennzeichnung der Regalfächer über vier Meter Höhe. „Die Fahrer unserer Schubmaststapler sollen die bis in zehn Meter Höhe gelegenen Lagerplätze vom Stapler aus scannen können, ohne abzusteigen“, sagt Schweisfurth. „Der Scanwinkel im rund 2,95 Meter breiten Gang war das ausschlaggebende Kriterium.“ Gelöst hat das Onk mit retroreflektierenden Barcodeetiketten, die zusätzlich zum Lagerplatzetikett ab vier Meter Höhe um die Traverse herum aufgeklebt worden sind. Diese Etiketten werfen auftreffendes Licht weitgehend unabhängig von der Ausrichtung des Reflektors in Richtung Strahlungsquelle zurück und verstärken das Lichtsignal des Scanners. So können Strichcodeetiketten auch in schwierigen Bereichen und aus Entfernungen bis zu zwölf Meter schnell und sicher abgetastet werden.

Die Hälfte der neuen Halle ist bereits mit Artikeln der Bestandskunden belegt. „Mit den noch freien Kapazitäten richten wir uns auch an Neukunden, die Bedarf an modernen Lagerflächen in Verbindung mit hochwertigen Logistikdienstleistungen haben“, sagt Schweisfurth. Der neue Lagerabschnitt ist zukunftsorientiert ausgelegt für die Lagerung wassergefährdender Stoffe (WGK 1-3) und hat verschiedene Sicherheitseinrichtungen wie Meldeanlagen für Brand und Einbruch, eine Sprinkleranlage sowie eine Videoüberwachung für den gesamten Innen- und Außenbereich. Die dritte Halle ist mit zehn Überladebrücken und zwei ebenerdigen Toren, eins davon überbreit, ausgelegt. as

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