Kooperation mit AnotherBrain

Schunk verstärkt Einsatz von KI

Auf der Hannover Messe hat Schunk die Kooperation mit AnotherBrain, einem Spezialisten für Künstliche Intelligenz bekanntgegeben. Bis Anfang 2020 soll ein erstes autonom agierendes Greifsystem entwickelt werden, das eine eigenständige Handhabung ohne manuelle Programmierung ermöglicht.

Die Kooperationserklärung wurde im Rahmen der Hannover Messe von den Schunk-CEO Henrik A. Schunk (2.v.l.) und Bruno Maisonnier (re.) unterzeichnet. © Schunk

Wo früher aufwändig jeder einzelne Schritt programmiert wurde, sollen Handlinglösungen von morgen sehr viel selbständiger agieren, so das Ziel von Schunk. Wie das gelingt, hat der Greiferspezialist auf der Hannover Messe bereits in ersten Technologiestudien gezeigt. Statt Positionen, Geschwindigkeiten und Greifkräfte Schritt für Schritt einzeln zu definieren, erfassen autonome Greifsysteme ihre Zielobjekte über Kameras, übernehmen selbständig die Greifplanung und verfeinern diese immer weiter.

Über entsprechende Sensorik in den Greiferfingern, den Motorstrom sowie eine in die Greifhand integrierte Intelligenz kann die Güte eines Griffs erfasst und bewertet werden, um gegebenenfalls nachzuregeln. „Die Zusammenarbeit von Schunk mit AnotherBrain wird den Fortschritt beim autonomen Handling enorm beschleunigen“, ist Henrik A. Schunk überzeugt.

Die in Paris beheimatete KI-Denkfabrik AnotherBrain verfüge über exzellentes Know-how, um autonome Greifszenarien zu realisieren. Deren Gründer und CEO, Robotikpionier Bruno Maisonnier, hatte 2005 Aldebaran Robotics gegründet und 2008 den humanoiden Roboter Nao auf den Markt gebracht.

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Im Gegensatz zum bislang etablierten Deep Learning, bei dem mit hohem Aufwand eine Vielzahl von Daten generiert und ausgewertet werden, verfolgt AnotherBrain mit dem bionisch inspirierten Konzept der Organic AI einen neuartigen Ansatz des maschinellen Lernens. Unabhängig von Clouds und Netzwerken sowie mit minimalem Energie- und Speicherbedarf sollen Schunk-Greifsysteme mit der vom menschlichen Gehirn inspirierten Technologie in die Lage versetzt werden, autonom zu agieren, so das Ziel von Schunk. as

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