Verpackungsmaschine ohne Schaltschrank

Mit leerem Dach zur Messe

Gerhard Schubert zeigt auf der diesjährigen Fachpack in Nürnberg den Prototypen einer TLM-Verpackungsmaschine ohne Schaltschrank. Die Reduktion der Elektronik verringert die Unterhaltskosten der robotergestützten Verpackungsmaschinen von Schubert weiter. Effizienz, Verfügbarkeit und Gleichteileverwendung der Anlagen erreichen neue Bestmarken. Schubert folgte auch bei dieser Innovation seinem Grundsatz, Komplexität zu reduzieren.

Gerald Schubert legt den Schalter um: Auf der Fachpack zeigt Schubert sein neues Messekonzept. Architektur und Messegrafik unterstreichen die Innovationskraft der Marke Schubert. Die neue schaltschranklose TLM-Maschine wird in einem hellen Umfeld präsentiert werden. (Foto: Schubert)

Sichtbares Zeichen für den Wegfall herkömmlicher Elektrik bei der schaltschranklosen Verpackungsmaschine ist das schmalere Kopfteil des TLM-Maschinengestells. Da die Servoverstärker der schaltschranklosen Maschine innerhalb einer dezentralen Steuerungsarchitektur zum TLM-Roboter gehören, benötigen sie keinen Schaltschrank mehr. Die Anzahl der elektronischen Teile wurde stark reduziert, nur wenige Komponenten verbleiben. Zugleich ist die Bedienung und Wartung der Maschine noch einfacher als bisher. Kunden können ihre Verpackungsaufgaben somit auf Basis einer noch bedienfreundlicheren Automatisierung in einem nahezu störungsfreien Betrieb mit minimalem Personalaufwand erledigen.

Wasser kühlt die Steuerung

Die verbliebenen Steuerungskomponenten der schaltschranklosen Maschine sind mit einer Wasserkühlung versehen. Die Kühlung erhöht die Lebensdauer der Elektrik. Sie reduziert darüber hinaus die Abwärme der Anlage. Mit einem Wärmetauscher kann der Kunde die Energie aus der Wasserkühlung nutzen. Ein weiteres Plus für die Energiebilanz ist, dass Schubert wie bei allen TLM-Anlagen Antriebssysteme mit Energierückspeisung verwendet.

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Weiße Bärchen auf weißem Grund: Der neue Scanner sieht sie!

Konkret wird die Funktionsweise der Maschine auf der Fachpack in einem Pick-und-Place-Vorgang demonstriert. Dabei nehmen vierachsige TLM-F44-Roboter weiße und schwarze Bärchen von einem weißen Produktband auf und legen sie in einer Formation auf Transmodulen ab. Weiße Bärchen auf weißem Grund – das Vision-System kann die Produkte trotz der kontrastarmen Umgebung detektieren, weil Schubert einen neuen Scanner hat. Der Schubert 3D-Scanner verwirklicht räumliches Sehen. Das Vision-System verwendet die Daten aus dem Scanner, um ein Höhenprofil und damit die dreidimensionale Form der zu verpackenden Produkte zu errechnen. Dadurch können auch Bandverschmutzungen oder Produktreste keine Phantombilder mehr erzeugen. Darüber hinaus erkennt der 3D-Scanner auch Defekte – etwa ein brauner Sandwichkeks mit brauner Creme, dem das Deckelteil fehlt. Solche defekten Produkte werden aus dem Verpackungsvorgang ausgeschleust. Die Bilderkennung wird durch den 3D-Scanner robuster und sicherer. Kunden aller Branchen profitieren von weniger Ausschuss, einer höheren Produktionsleistung und verbesserter Qualität.

Bei gleichmäßiger Produktdichte kann das TLM-Vision-System sogar das Gewicht jedes Produkts ermitteln. So lassen sich beim Gruppiervorgang einzelne Produktformationen innerhalb eines definierten Gewichtsbereichs vervollständigen. Der Hersteller spart dadurch je nach Anwendung bis zu drei Prozent Rohstoff ein, denn er muss weniger überproduzieren, um die gesetzliche Norm einzuhalten. Auch für die Stapelhöhe beziehungsweise für die Stapellänge bei Hochkant-Ablage in Schachteln ist der Soll/Ist-Abgleich möglich. pb

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