Demag V-Profilkran
Nicht nur optisch ein Leckerbissen
In einem neuen Showroom in Lingen (Ems), Niedersachsen, entwickelt und präsentiert die ROSEN Gruppe ihre Durchflussmesstechnologie: das „ROSEN EMAT Flowmeter“. Für die regelmäßigen Umbauten an der Prüf- und Messanlage suchte das Unternehmen einen Laufkran, der nicht nur technisch, sondern auch optisch in die moderne Halle passte.
Vom Boden bis zur Decke ist die neugebaute Halle der Rosen Gruppe in Lingen (Ems) mit Hightech gespickt. Seit 2014 entwickelt der global agierende Technologiekonzern hier seine Durchflussmengen-Messsensoren und präsentiert sie seinen Kunden. Die „ROSEN EMAT Flowmeter“ bestimmen, aus welchen Bestandteilen das Medium in Rohrleitungssystemen besteht und welchen Anteil diese an der Gesamtmenge haben – etwa Wasser, Öl und Gase bei der Erdölförderung. Der Showroom für die Rosen EMAT Flowmeter verfügt auf über 1.000 Quadratmetern über eine hochmoderne Prüfanlage. Um Testrigs und Messapparaturen bewegen zu können, plante die ROSEN Gruppe bereits beim Bau der Halle einen Einträger-Laufkran, der besonderen Kriterien genügen musste.
„Der Kran musste natürlich eine ganze Reihe von verschiedenen Erfordernissen erfüllen“, erzählt Carsten Heinks, R&D Projektmanager, Rosen Gruppe. Darunter fanden sich unter anderem Anforderungen an ein geringes Eigengewicht und eine möglichst hohe Lebensdauer – ohne den Preis zusätzlich in die Höhe zu treiben. Im Betrieb sollte der Kran zudem seine Lasten mit hoher Präzision positionieren, um Umbauten schnell und sicher erledigen zu können.
Demag V-Profilkran überzeugt
Den letzten Ausschlag gab jedoch ein optischer Aspekt. „Da wir die Halle auch als Showroom für Kundenpräsentationen nutzen, möchten wir zeigen, dass wir dort mit modernster Technik arbeiten“, sagt Carsten Heinks. Gerade erst auf den Markt gekommen, hob sich der Demag V-Profilkran mit seinem neuartigen Design in V-Profilform von herkömmlichen Kranen mit Kastenträger oder Walzprofilen ab. Zudem überzeugte er durch technische Vorteile: ein durchschnittlich um 17 Prozent geringeres Eigengewicht, eine Lebensdauer von mehr als 500.000 Lastwechseln und eine um bis zu 30 Prozent geringere Schwingungsamplitude, bewirkt durch verjüngte Membrangelenke an Spannungsstellen sowie der Gesamtkonzeption des Trägers.

Papierrollen schonend einlagern
Terex Material Handling liefert über sein Joint-Venture MHE-Demag fünf vollautomatisierte Demag Prozesskrane an die thailändische Siam Kraft Industry Ltd. Die Krane werden in zwei Papierrollen-Versandlagern zum Einsatz kommen.
„Für eine möglichst große Hubhöhe angepasst an die Hallenkontur benötigten wir die Bauform 6 des Demag V-Profilkrans“, sagt Carsten Heinks. Bei dieser liegt der Seitenanschluss des Kranträgers an einem frei wählbaren Punkt zwischen seiner Ober- und Unterkante zur Kranbahn. Die Herausforderung: Der Kranhersteller plante und baute die Bauform 6 erstmalig für die ROSEN Gruppe in Lingen (Ems).
Pünktlich auf der Kranbahn
Die neue Bauform musste zunächst anhand der Hallendaten berechnet, geplant und gestaltet werden. Da eine Anpassung eines Standard-V-Profilträgers nicht möglich war, konstruierte, berechnete und fertigte der Hersteller den knapp 23 Meter langen Kran für Rosen komplett individuell aus standardisierten Komponenten. Pünktlich zum Auslieferungstermin rollte er dann an Bord eines Lkw auf den Vorplatz der Halle. „Das war wirklich eine Auf-den-Punkt-Lieferung“, sagt Carsten Heinks Die Bauform 6 ist inzwischen als Standardoption für den Demag V-Profilkran verfügbar.
Fünf Monate nach der Inbetriebnahme hat Rosen bereits die ersten Erfahrungen gesammelt. „Unsere Mitarbeiter loben insbesondere die sanfte Anfahrcharakteristik des Krans“, berichtet Carsten Heinks Um diese zu ermöglichen, verfügen sowohl Katz- als auch Hubwerksantrieb über Frequenzumrichter. „Durch die feinfühlige Steuerung lassensich auch schwere Lasten ohne große Ruckbewegungen präzise positionieren.“ Im Betrieb zeigte sich ein weiterer Vorteil des inzwischen zweifach prämierten Krandesigns: Der Demag V-Profilkran wirft unter dem großflächigen Oberlicht wenig Schatten und verbessert dadurch die Arbeitsbedingungen. „Die Mitarbeiter fühlen sich wohler in der Halle“, sagt Carsten Heinks. Und für die Kunden bietet der Hightech-Showroom nun noch ein Stück mehr Hightech. kf










