Torwegge bringt Hub-Fahrwagen
Torsten wird autonom
Klein, stark, wendig: Mit diesen drei knappen Worten beschreibt Torwegge den der Hub-Fahr-Wagen „Torsten“ des Systementwicklers.
Der Wagen bewegt nicht nur bis zu sieben Tonnen schwere Lasten selbständig durch die Produktions- und Logistikhallen, sondern navigiert auch autonom. Im Gegensatz zu anderen fahrerlosen Transportsystemen ist Torsten dabei mit einer eigenen Sensorik ausgestattet und nicht an eine induktive oder optische Spurführung gebunden.
„Industrieunternehmen sind mit Blick auf ihre Wettbewerbsfähigkeit mehr denn je gefordert, Produktion und Logistik zu optimieren. Genau zu diesem Zweck haben wir Torsten konzipiert“, sagt der Leiter Projektmanagement und Technik, Dirk Jonat. Das System ist in vielerlei Hinsicht variabel. So kann sich die deichsellose Konstruktion auf der Stelle drehen und in alle Richtungen fahren, was besonders bei Montagearbeiten hilfreich ist: Der Monteur muss sich nicht um das Bauteil bewegen, sondern lässt es rotieren. „Vor allem unter ergonomischen Gesichtspunkten ist das eine erhebliche Erleichterung“, sagt Jonat.
Die flache und kompakte Bauweise des elektrischen Hub-Fahr-Wagens mit seiner 1.150 mal 700 Millimeter großen Plattform ermöglicht darüber hinaus die Befestigung zahlloser individueller Aufbauten. Auf diese Weise kann der Wagen von der Gitterbox über die Europalette bis hin zu sieben Tonnen schweren Einzelbauteilen alles bewegen, was in Lager- und Produktionshallen von A nach B transportiert werden muss.
Anders als herkömmliche fahrerlose Transportfahrzeuge verzichtet die Navigation auf eine externe Spurführung komplett. Stattdessen orientiert sich das Fahrzeug über die bordeigene Sensorik und mithilfe eines 3D-Plans der Halle, in der er sich mit einer maximalen Geschwindigkeit von bis zu 0,8 Meter in der Sekunde bewegt.
Entwickelt wurde die Steuereinheit im Rahmen einer Kooperation mit der RWTH Aachen. Die Konstruktion hat laut Jonat den Vorteil, dass Torsten auch nach Veränderungen an den örtlichen Gegebenheiten schnell wieder einsatzbereit ist: „Das Aufreißen des Bodens und das Verlegen neuer Induktionsschleifen entfallen.“ Aktuell ist das Gerät bereits als Mitgängerfahrzeug im Einsatz, das via Fernsteuerung gelenkt wird. Die autonom fahrende Variante wird Ende des Jahres auf den Markt kommen. bw












