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Artikel und Hintergründe zum Thema

Sicherheitsmarke Intrasafety

Sicherheit im Lager: Kollisionen mit FTS vermeiden

Die Sicherheitsmarke Intrasafety von tbm soll für Sicherheit für Flurförderfahrzeuge und Kommissionierer sorgen. Sensoren kommunizieren mit Mensch und Technik und der technisch aufgerüstete Plug&Play-Spoiler gibt sicherheitsrelevante Befehle in Echtzeit an das Fahrzeug und den Fahrer.

Mit dem Intrasafe-System und der No-Coll-Matrix unterhalb der Hallendecke werden im Indoorbereich alle relevanten Fahrzeuge und Personen erfasst. (Bild: tbm)

Im Intrasafety-System, einer Erweiterung des No-Coll-Kollisionsschutzes, werden Hallendecke, Flurförderzeuge und zutrittsberechtigte Personen mit No-Coll-Infrarot-Sensoren ausgestattet. So kann schnell und störungssicher ein bidirektionaler Datenaustausch zwischen allen Systemkomponenten stattfinden. Durch serverbasierte Tracking-Funktionen, Fehler-Möglichkeits- und -Einfluss-Analyse (FMEA), und nachrüstbares RAM-107 Rear-Area-Monitoring wurde das Sicherheitssystem von tbm in den letzten Monaten nochmals technisch ausgebaut.

Die Flurförderzeuge werden wie bisher mit dem fest montierten tbm-Spoiler als Informations- und Unfallmelder ausgestattet. Der Spoiler wird per Plug & Play an das Dach des Fahrzeugs geklemmt und mit einem Schnittstellenkabel zur Fahrzeugsteuerung verbunden. Selbstabsichernde Matrix-Komponenten sorgen für eine permanente Systemdiagnose. Anders als beim konventionellen No-Coll-System, bei dem die fahrtrichtungsabhängige Kommunikation auch horizontal erfolgt, erfolgt die Kommunikation beim Intrasafety-System zwischen Fahrzeug und der Decken-Matrix nur vertikal und in Fahrtrichtung mit 45 Grad zur Decke. Dem entsprechend wird beim Intrasafety-System die direkte Kommunikation zwischen den Fahrzeugen durch die indirekte Kommunikation über die Matrix ersetzt. Die Notwendigkeit einer eigenen Kollisionsschutzeinrichtung oder Rückraumsicherung kann durch die übergreifende Abdeckung entfallen.

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Flächendeckende Ausleuchtung des Beobachtungsbereichs

Die über die Matrix zu identifizierenden Personen und Flurförderzeuge werden ebenfalls mit intelligenten Infrarot Sensoren ausgestattet, die, je nach Position, gleichzeitig von bis zu sechs Matrix-Sensoren an der Decke erkannt werden. Bei einer Erfassung aktivieren die vernetzten Sensoren an der Decke jeweils auch die unmittelbar benachbarten Sensoren in einem definierten Informationskreis. Zusammen bilden sie dann konzentrisch angeordnete Schutzzonen um die erfasste Person oder um das Fahrzeug herum. Über die Sensor-Matrix werden permanent die Positionen und Bewegungsrichtungen aller, im Beobachtungsbereich befindlichen Personen und Flurförderzeuge erfasst und zentral ausgewertet, so dass eine übergreifende Gefahrsituation-Bewertung möglich ist.

In Kombination mit der Sensor-Matrix an der Decke und zusätzlicher Sensorik am Stapler – beispielsweise ein Beschleunigungs- oder Schocksensor, der Kollisionen via SMS an den Verantwortlichen sendet – wird der Spoiler darüber hinaus zum Datensammler, mit dessen Hilfe Informationen zum Staplereinsatz erfasst werden. Die erfassten Daten werden in einer integrierten Kontrolleinheit, der sogenannten Bluebox, gesammelt, am Stapler zwischengespeichert, und zu einem geeigneten Zeitpunkt via WLAN an einen zentralen Leitrechner weitergeleitet. Die Funktion von Intrasafety als Unfallmelder wird dadurch aufgewertet, dass zusätzlich zur Art des Unfalls auch der Ort und die Fahrtrichtung aller Unfallteilnehmer mit erfasst werden. Für die Anzeige der im System enthaltenen Daten und Auswertungen wird ein Webinterface zur Verfügung gestellt.

Warnweste mit Vibrationseffekt

Für Personen wurde eine spezielle tbm-Weste mit integrierter Sensorik und einer Vibrationseinheit entwickelt, über die die Person im Moment einer Gefahrentstehung, also bei einer Fahrzeugannäherung, aktiv gewarnt werden kann. Die fahrzeugübergreifende Situationsbewertung erfolgt typspezifisch „Fahrzeug zu Fahrzeug“ und „Fahrzeug zu Mensch“ mit der rechtzeitigen Einleitung der jeweils relevanten Schutzfunktion für beide Einheiten (Verlangsamung der Geschwindigkeit, Stopp, Vibration in der Warnweste der Person). Darauf aufbauend ist das Intrasafety-System so ausgelegt, dass auch der Mischbetrieb von FTS und bemannten Fahrzeugen möglich ist.

Sich gegenseitig überwachende Linienzentralen sichern ein permanentes Monitoring in Echtzeit.Störungen an Personen- und Fahrzeug-Sensoren werden an die Matrix-Zentrale übermittelt, so dass auch diese Fehler sofort erkannt werden. Über die beschriebenen Diagnosefunktionen sei jederzeit eine schnelle, proaktive Fehlererkennung bei den Hardwarekomponenten (Sensoren) und bei der Software (Linien/Matrixzentrale) sowie auch bei der Infrastruktur (Bussysteme, LAN) garantiert, so das Unternehmen. Der Systemstatus ist zu jedem Zeitpunkt bekannt. Unerkannte Ausfälle einzelner Komponenten seien also nicht möglich.

Platzersparnis und Unfallschutzsteigerung

Die Situationsbewertung erfolgt bei Intrasafety nicht isoliert für die einzelnen Fahrzeuge, sondern fahrzeugübergreifend. Es werden also permanent die Bewegungen aller Teilnehmer untereinander bewertet. Auf diese Weise soll das System auch in komplexen Situationen die Unfallvermeidung ermöglichen, unabhängig davon, ob zwischen den Teilnehmern Sichtkontakt besteht oder nicht. So benötigen beispielsweise die Breitganglager durch Intrasafety 25 Prozent weniger Fläche bei gleichzeitiger Erhöhung der Sicherheit über die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A 1.8 hinaus. Uwe Manzke/as

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