Fördertechnik
Auf breitem Fuß
Wenn ein Konzept aufgeht ist das immer ein Anlass zur Freude. So auch bei Fertigungsleiter Ingo Schier von Central Hydraulik, Bergheim: ,,Wir wollten keine Standardhydraulik anbieten, sondern kundenspezifische Lösungen schaffen“, meint er zum Abschluss dieses Projekts. Aus diesem Grund – die Konstruktionsabteilung realisiert heute Hydraulikzylinder bis 3,5 Tonnen Stückmasse – und dem gleichzeitigem Aufbau des Unternehmensbereichs Reparatur und Umbau, „kommt es häufiger vor, dass wir auch Fremdprodukte in den Service bekommen“, so Ingo Schier weiter. Die neuen Hydraulikzylinder waren mit dem alten Kran in der Reparaturhalle nicht mehr zu heben. „Wir mussten ihn dann mit einem Stapler unterstützen, um die schweren Brocken zu transportieren“, bemängelt der Fertigungsleiter.
Auf der Suche nach einer Lösung kamen die Verantwortlichen mit Fachleuten von Abus Kransysteme aus Gummersbach ins Gespräch. Gemeinsam mit einem Statiker realisierten diese eine Fünf-Tonnen-Lösung, mit der die vorhandene Kranbahn weiter genutzt werden konnte, trotz einer 2,5-fachen Mehrbelastung. Ein auf 3,20 Meter vergrößerter Radstand und Seitenführungsrollen zur Reduzierung der Horizontalkräfte waren der Lösungsansatz.
Sicherheit im Schützkasten
Eine Energieführungskette versorgt den Kran mit elektrischem Strom und den Steuersignalen. Die Kette ist über eine seitlich am Kranträger angeordnete Führungsschiene so konzipiert, dass sie die Kraneinbauhöhe nicht einschränkt. Im Schützkasten – am verlängerten Fahrwerk montiert – laufen alle Steuersignale zusammen. Die Schnittstellen zur optionalen Funksteuerung, einer Signalhupe oder Zusammenfahrsicherung sind anschlussfertig vorinstalliert. Die Laufkatze hat eine Kunststoff-Seilführung für die problemlose Führung des Seils auf der Trommel. Ebenso hat die Unterflasche ein Kantenschutzprofil. Zur Sicherheitsausstattung gehören unter anderem Elektromagnet-Zweischeibenbremsen, die bei Stromausfall die Last halten. Ein Hubgrenzschalter sorgt für die Einhaltung der höchsten und tiefsten Hakenstellung. „Der Sicherheitsstandard und die Lösungskompetenz waren Gründe, warum wir uns für das System aus Gummersbach entschieden haben“, resümiert Ingo Schier. Walter Lutz (Text und Bilder)/ma









