Fördertechnik
Seilzüge im Tandem
Das britische Unternehmen Heatric, Fachbetrieb für Wärmetauscher für die petrochemische Industrie, hat mit der Erweiterung der Produktionsfläche auch bestehende Hallen vergrößert. Ins Auge fallen dabei zwei 30-Tonnen-Zweiträgerbrückenkrane: Sie laufen auf einer separaten Kranbahn neben zwei 60-Tonnen-Anlagen. Die Spannweiten betragen 13 und 15 Meter. Alle Brücken sind jeweils mit zwei Elektroseilzügen Nova von SWF Krantechnik aus Mannheim ausgestattet. Die 15- beziehungsweise 30-Tonnen-Hebezeuge sind in der Gruppe untereinander vernetzt und lassen sich im Tandembetrieb einsetzen. Dies gilt auch für die Kranbrücken im Verbund. Sollte eines der Hubwerke seinen Dienst versagen, werden alle anderen aus Sicherheitsgründen automatisch gestoppt. Diese Vernetzung ermöglicht das elektronische Hubwerküberwachnungssystem NovaMaster, das noch andere Vorteile hat: Die aktuelle Last am Haken wird ständig überwacht und dem Kranführer per Großlastanzeige visualisiert. Am Steuerschalter erscheinen die Werte zusätzlich in einem LCD Display, ebenso Angaben zur sicheren Betriebszeit, dem Zustand der Bremsen, der Anzahl von Starts und Stops und die ebenso ständig überwachte Temperatur der Hubmotoren. Moderne und vom Mannheimer Hersteller standardmäßig verwendete Frequenzumrichtertechnologie sorgt bei der Katz- und Kranfahrt für ein stufenloses und schonendes Verfahren der angehängten Lasten. Ein zusätzlich installierter Infrarot-Antikollisionsschutz verhindert den Zusammenstoß der Kranbrücken. Sobald die Anlagen im Tandembetrieb genutzt werden, ist nur ein Steuerschalter aktiv, um eine Fehlsteuerung mit der zweiten Tafel auszuschließen. Die größtmögliche Raumausnutzung war unter anderem auch ein Argument für die Mannheimer Elektroseilzüge, die durch Ihre kompakten Baumaße eine dichte Anordnung der Kranbrücke an der Hallendecke zulassen. pb








