Flurförderzeuge für Ex-Zone
Für alle Fälle sicher
Stapler für Ex-Zone. Proplan Transport- und Lagersysteme, ein Tochterunternehmen von Linde Material Handling (MH) und Hersteller für explosionsgeschützte Flurförderzeuge, stellt Fahrzeuge für die Ex-Schutzzone 2/22 vor. Hierzu gehören Niederhubwagen sowie Mittelhubkommissionierer.
Wo immer auch nur kurzzeitig eine explosive Atmosphäre herrschen kann, sind Maßnahmen für Flurförderzeuge zu ergreifen, um eine Zündung durch heiße Oberflächen, Funken oder statische Elektrizität zu verhindern. Richtlinien und Verordnungen hierfür schaffen entsprechende gesetzliche Grundlagen für Hersteller und Betreiber, vor allem die noch geltende EG-Maschinenrichtlinie 94/9/EG für explosive Atmosphären, die innerhalb der nächsten zwei Jahre durch die Richtlinie 2014/34/EU abgelöst wird, sowie und die Betriebssicherheitsverordnung. Letztere unterteilt explosionsgefährdete Bereiche in Zonen, die die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von explosionsfähiger Atmosphäre widerspiegeln. In der Zone 2 (Gase) beziehungsweise 22 (Stäube) treten explosionsfähige Gemische üblicherweise nicht oder nur kurzzeitig auf; wenn bereits einmal pro Jahr eine explosionsfähige Atmosphäre herrscht, sei der betroffene Bereich in Zone 2/22 einzustufen. Bei Flurförderzeugen für diese Zone ist das Qualitätsmanagementsystem (EN ISO 9001) des Herstellers maßgebend. Damit sich Kunden aus der Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie auf Ex-Stapler von Linde verlassen können, legt der Aschaffenburger Hersteller die Vorschriften der Zone 2/22 streng aus. „Proplan als nach EG-Maschinenrichtlinie 94/9/EG zertifiziertes Unternehmen orientiert sich bei Ex-Fahrzeugen der Zone 2/22 an der Zertifizierung für Geräte der Zone 1/21 und führt in Eigenregie eine vergleichbare Baumusterprüfung durch“, erklärt Proplan-Geschäftsführer Herbert Kunkel.
Sicherheit trifft auf Komfort und Leistungsstärke
Die Nachfrage nach Geräten für die Zone 2/22 sei in den vergangenen Jahren gestiegen. Deshalb stellt das Unternehmen nun weitere Produkte für dieses Segment vor. Hierzu zählen die Niederhubwagen T16 EX bis T20 EX mit 1,6 bis 2,0 Tonnen Tragfähigkeit, die den Serienfahrzeugen hinsichtlich Ergonomie, Leistungsstärke, Komfort und Servicefreundlichkeit in nichts nachstehen, sagt Linde. Sie sind für Batteriekapazitäten von 150 bis 375 Amperestunden ausgelegt. In der Ex-Ausführung sind Drehstrommotor, Bremse sowie Drehzahl- und Temperatursensor durch ein Gehäuse geschützt, Magnetventil und Steuergehäuse durch Vergussmasse abgedichtet, was durch eine entsprechende Konformitäts- beziehungsweise Herstellererklärung belegt ist. Die Proplan-Safety-Unit (PSU) überwacht alle elektrischen Funktionen und sorgt dafür, dass die Geräte sicher in der Zone 2/22 eingesetzt werden können. Die PSU vereint unter anderen eine redundante Temperaturüberwachung, die Überwachung der Temperaturfühler auf Kurzschluss und Kabelbruch sowie die Überwachung der Steuerspannung und die Kontaktüberwachung der Hauptschütze. Auch Zenerbatterien mit selbstrückstellender Sicherung für Stromkreise nach Zündschutzart „Ex-i“ (Eigensicherheit) gehören dazu. Der Hubmotor ist als funkendes Bauteil wie bei Zone 1/21 in einem druckfesten Gehäuse geschützt. Überdies wird auf Klemmverbindungen (Steckerlösung) komplett verzichtet. Auch die Dokumentation entspricht dem Qualitätsniveau der Linde EX-Geräte für Zone 1/21. Sämtliche Dokumente sind zentral bei Proplan hinterlegt.
Gleiche Sicherheitsmaßstäbe gelten für die neuen Mittelhubkommissionierer V10 Ex für Zone 2/22 mit Greifhöhen bis zu 6.350 Millimeter, gefederter Fahrerplattform, last- oder mastseitigem Bedienerpult und Freisicht-Hubmast. pb









