Dematic installiert SAP EWM bei Enso Netz

Durchgängige Architektur

Um für die steigenden Anforderungen auch in Zukunft gerüstet zu sein, hat Enso Netz vor kurzem Dematic mit der Umrüstung auf das SAP-System „Extended Warehouse Management“ (SAP-EWM) beauftragt. Als Energiedienstleister ist das Unternehmen aus Dresden auf ein Lager angewiesen, das eine hohe Verfügbarkeit und schnelle Reaktionszeiten auch in Spitzenzeiten gewährleistet. Auch das Materialflusssystem (MFS) sowie die Steuerungsebene (SPS) sollten eingebunden werden, um eine durchgängige IT-Infrastruktur zu schaffen. Ziel des Energiedienstleisters war es, die gesamte Lagertypologie in SAP abzubilden.

Enso Netz wurde von Dematic mit einer SAP-Architektur für das Lager ausgestattet. (Foto: Enso Netz)

„Ein wesentlicher Faktor für eine effiziente und transparente Intralogistik ist eine durchgängige Software-Architektur“, sagt Michael Kreutzmeier, Leiter SAP Sales Europe der Dematic. Gerade automatische Lagerprozesse, die bei der Enso 80 Prozent ausmachen, würden hohe Anforderungen an ein Warehouse Management System (WMS) stellen, da alle Aktionen reibungslos und ohne Zeitverlust ineinander greifen müssen.

Vor diesem Hintergrund sei es ein erheblicher Vorteil von SAP-EWM, dass die Anbindung eines automatischen Lagers keinen separaten Lagersteuerungsrechner benötigt, erklärt Kreutzmeier. Da SAP-EWM über entsprechende Standard-Schnittstellen verfügt, sei auch die Anbindung an das ERP-System und die übrigen SAP-Module von ENSO unkompliziert vonstattengegangen. Innerhalb von elf Monaten hat Dematic die Umrüstung des Lagers, dessen Herzstück ein automatischer Bereich mit einem viergassigen Hochregallager und einem eingassigen Kastenlager bildet, umgesetzt, inklusive Planung, Test- und Probephase.

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Heute lassen sich dort nahezu alle Prozesse über SAP-EWM steuern. Für das Management der Mess- und Zähltechnik setzte Dematic dabei ein separates Tool ein, das neben der Verwaltung der im Lager befindlichen Geräte mit ihren Serial-Nummern auch die Erfassung SAP-IS-U-spezifischer Daten wie Gerätetyp, Bau- und Funktionsklasse sowie die Eichgültigkeit erlaubt. Sämtliche Ein- und Auslager-, Umpack- und Kommissionierfunktionalitäten wurden mittels speziell entwickelter Dialoge realisiert. Außerdem kann bei der Verwaltung der Geräte zwischen verschiedenen Bestandsarten gewechselt werden.

Für die Abwicklung der Prozesse in den manuellen Lagerbereichen wurde auf Radio-Frequency-Lösungen (RF) gesetzt. Die Daten werden dabei schnell und fehlerfrei aus dem SAP-EWM an die mobilen Funkterminals übermittelt und Ergebnisdaten werden zurückgemeldet.

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