Siemens-Studie
Gesamtbetriebskosten neu definiert
Finanzmanager beziehen die Gesamtbetriebskosten von Anlagen und Systemen stärker in ihre Investitionsentscheidungen ein. Dies geht aus einer Analyse der Financial-Services-Einheit von Siemens (SFS) hervor. Die Studie zeigt zudem, dass neue Faktoren wie Einsparungen durch den Einsatz energieeffizienter Technologien an Bedeutung bei der Finanzierung gewinnen. Nach Ansicht von SFS sind langfristig vor allem innovative Finanzierungsmodelle gefragt, die diese Aspekte berücksichtigen.
Bisher wurden Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) vor allem unter Gesichtspunkten wie Wartung, Reparaturen oder Schulungen kalkuliert. In Zeiten hohen Kosten- und Effizienzdrucks berücksichtigen Unternehmen für ihre Investitionen jedoch zunehmend Aspekte wie langfristige Energieeinsparungen oder Liquidität. SFS stützt seine Analyse auf eigene frühere Untersuchungen, eine langjährige Geschäftserfahrung für Anlagenfinanzierungen und öffentlich zugängliche Quellen.
Flexible und innovative Finanzierungsmethoden, beispielsweise Leasing oder Energiespar-Contracting, gewinnen daher an Bedeutung. Hier können Zahlungsvereinbarungen oder Vertragslaufzeiten projektspezifisch an die Bedürfnisse des Kunden angepasst werden. Die Gesamtbetriebskosten werden von Anfang an berücksichtigt. Dies schont bestehende Barmittel - im Gegensatz zum Kauf von Ausrüstung oder Anlagen. Das stärkt die Liquidität eines Unternehmens und vorhandenes Kapital kann für andere Zwecke genutzt werden. Beim so genannten Energiespar-Contracting können Ratenzahlungen sogar ganz oder teilweise aus erzielten Energieeinsparungen beglichen werden, bei individueller Laufzeit, Frequenz und Höhe. Insbesondere Investitionen in energieeffiziente Technologien lassen sich so nachhaltig und budgetfreundlich realisieren.
"Diese und weitere Vorteile erkennen auch immer mehr Finanzentscheider des privaten und öffentlichen Sektors", sagt Kai-Otto Landwehr, Leiter des Commercial-Finance-Geschäfts der SFS in Deutschland. "Weltweit steigende Energiepreise sowie ein anhaltend restriktives Kreditumfeld erfordern passende und wirtschaftlich effiziente Lösungen, die neben den klassischen Gesamtbetriebskosten auch neue Aspekte berücksichtigen."
Bereits frühere Untersuchungen von SFS haben gezeigt, dass durch den Kauf von Investitionsgütern Kapital unnötig gebunden, d.h. ineffizient eingesetzt wird. Dies trifft insbesondere auf Firmen in der Industrie und das Gesundheitswesen zu. Weitere SFS-Studien verdeutlichen außerdem, dass Unternehmen durch den Einsatz energieeffizienter Technologien über 25 Prozent ihrer Energiekosten einsparen könnten. kf








