Robocup 2016

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Am 30. Juni startet der Robocup-Wettbewerb in Leipzig. Die zahlreichen Anforderungen der Roboter verlangen nicht nur von den Kollegen des Messebauers Fairnet jede Menge Feingefühl, besonders die IT-Abteilung der Leipziger Messe läuft derzeit auf Hochtouren. Welche weltmeisterschaftlichen Höchstleistungen bewältigt werden müssen, zeigt dieser Faktencheck.

Die Roboter stehen in den Startlöchern. Vom 30. Juni bis zum 3. Juli 2016 kämpfen sie in Leipzig um den Weltmeistertitel.

Wie wird aus Messehallen eine Wettbewerbsarena? Dieser spannenden Frage widmeten sich Fairnet. Insgesamt 70 Spielfelder – zwischen sechs und 170 Quadratmetern groß – wurden für den Robocup konzipiert und umgesetzt. Maßarbeit nach internationalen Standards und Regularien wurde dabei großgeschrieben, denn schon kleinste Abweichungen irritieren die programmierten Roboter.

Allein für die Fußballwettbewerbe sind 2.200 Quadratmeter Spielfeld vorgesehen, 600 Quadratmeter davon mit Kunstrasen. Die Tore, die auf den Spielfeldern stehen, sind alle Einzelstücke und wurden individuell für den Robocup gefertigt. Perspektivisch sollen sie von weiteren Wettbewerbsstandorten nachgenutzt werden. Auch die Disziplin Rescue – bei der die Roboter einen Rettungsparcours durchlaufen – stellte die Fairnet-Mitarbeiter mit Unterstützung von Artist Messe Service vor spannende Herausforderungen. So wurden 500 individuelle Holzhindernisse gebaut. In den Spielfeldern befinden sich zudem 50 Heizpads: Wärmequellen, die menschliche Körper simulieren und die Roboter anlocken. Heimische Atmosphäre versprechen die Spielfelder von Robocup@Home: Mithilfe von Küchen- und Wohnzimmermobiliar wurden Wohnwelten geschaffen, in denen die Roboter ihre Unterstützung für Haushalt und Pflege beweisen müssen. Damit Zuschauer die Wettbewerbe ideal verfolgen können, kommen die mobilen Tribünen der Leipziger Messe zum Einsatz. 2000 Plätze werden rund um die Arenen geschaffen und garantieren Wettbewerbsstimmung pur.

Grenzenlos: Linienführung beim Robocup

Enorme Aufmerksamkeit widmete die Fairnet auch den Begrenzungen der Spielfelder. Was banal klingt, ist für einen erfolgreichen Wettbewerb entscheidend. Denn die Roboter können nur richtig agieren, wenn die Linien sauber gezogen und aus entsprechendem Material sind. Die Experten testeten hierfür verschiedene Farben, um jene zu finden, die auf drei Zentimeter hohem Kunstrasen hält und zugleich die problemlose Kommunikation der Roboter ermöglicht.

Die Daten rasen: IT sorgt für Roboterkommunikation

Wer braucht schon Englisch, Französisch oder Deutsch, wenn er doch die Sprache der Roboter versteht? Per LAN und W-LAN funken sie ihre Kommandos durch die Wettbewerbshallen. Damit dies einwandfrei funktioniert, haben die Experten der IT-Abteilung ein umfangreiches Techniknetzwerk aufgebaut. Zum Robocup werden 10.000 Meter Netzwerkkabel verlegt, 1.700 Netzwerkports bereitgestellt. Um eine ideale Verteilung zu ermöglichen, kommen über 200 Switches zum Einsatz. Sieben zentrale Netzwerkknoten versorgen die Teilnehmer mit 5.000 Mbit/s schnellem Internet. Um eventuelle Fragen oder Störungen schnell aufzuklären, ist während der Wettbewerbstage ein Team von über 30 Personen im Einsatz. Aussteller, Besucher und Journalisten müssen in den Wettbewerbshallen übrigens wieder auf Worte ausweichen. Freies W-LAN bleibt den Robotern vorbehalten: So funktioniert die perfekte Kommunikation. kf

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