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Artikel und Hintergründe zum Thema

Nutzfahrzeugleasing

Nach internationalen Standards

Laut IFO Institut für Wirtschaftsforschung rangiert Leasing als Finanzierungsform derzeit über alle Investitionen gesehen vor dem Kredit. Gerade bei Nutz- und Baumaschinen sollte es daher beste Chancen haben, seinen Marktanteil in Deutschland in den nächsten Jahren weiter hochzufahren. Spezialisiert auf Leasingprodukte für Entsorgungsfahrzeuge, Kehrmaschinen, Bauwagen, Gabelstapler, Müllwagen, Baumaschinen und andere Nutzfahrzeuge ist die Commerz Real Mobilienleasing.

Die Experten sind sich überwiegend einig: Leasingverträge werden künftig zunehmend den internationalen Rechnungslegungsstandards nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) genügen müssen. Außerdem ist laut Dr. Christoph Halstrick, Geschäftsführer der Commerz Real Mobilienleasing GmbH – das ist hierzulande einer der etablierten, herstellerunabhängigen Leasinganbieter – „davon auszugehen, dass die Leasingbranche weiter wachsen wird, da die Unternehmen mit Leasing eine überwiegend objektbasierte Finanzierungsalternative haben, die regulatorisch, und damit am Ende auch preislich, vorteilhaft ist und ihnen erlaubt, flexibler auf die ständig wandelnden Marktgegebenheiten reagieren und schnell die dafür notwendigen Strukturanpassungen durchführen zu können“. Der Leasingsexperte räumt allerdings ein, dass die klassische Darlehensfinanzierung weiterhin ein entscheidendes Finanzierungsinstrument für erforderliche Investitionen bleiben wird. „Wir beraten bei Geschäftsanfragen, anders als eine Bank, stärker in Bezug auf Bilanz-, Steuer- und Objektfragen. Dabei steht unsere besondere Objektexpertise bei der Bewertung und Verwertung der mobilen Assets klar im Vordergrund,“ so Halstrick, und weiter: „Leasingunternehmen bieten Finanzierungslösungen für jede Art von Fahrzeugen, bei uns geht das von eher standardisierten Abfallsammelfahrzeugen bis hin zu Spezialfahrzeugen wie Modular-Transportern für die Seelogistik.“

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Wichtige Marktanalysen sprechen gerade bei Nutzfahrzeugen und Baumaschinen eindeutig für eine Finanzierung via Leasing: Die Unternehmen weisen einen zunehmenden Bedarf an strukturierten Finanzierungen als Alternative zum einfachen Bankkredit auf, und es wird zunehmend projektbezogen investiert. Außerdem ist eine erhöhte Nachfrage nach Servicefunktionen gegeben. Darüber hinaus müssen die Konsequenzen aus Basel III bei der Finanzierungswahl berücksichtigt werden. Konzernunternehmen werden zudem häufig über Budgets gesteuert, und die Finanzierung muss die Anforderungen einer Off-Balance-Finanzierung berücksichtigen. Und zu guter Letzt ist durch das so genannte Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) eine Annäherung der HGB-Rechnungslegung an IFRS erfolgt.

Finance, Capital oder Operating?

Nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften wird geprüft, in welchem Umfang die mit dem (zivilrechtlichen) Eigentum eines Leasing-Gegenstandes verbundenen Risiken und Chancen beim Leasinggeber oder -nehmer liegen. Allgemein kann gesagt werden, dass ein Leasingverhältnis nach IFRS als Finance-Lease (bzw. Capital-Lease) durch eine Aktivierungspflicht des Leasinggutes beim Leasingnehmer klassifiziert wird, wenn es im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. Ein Leasingverhältnis wird als Operating-Lease klassifiziert, wenn ein qualifizierter Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt. Ein Operating-Lease führt zu der regelmäßig gewollten Bilanzneutralität beim Leasingnehmer, auch Off-Balance-Sheet-Effekt genannt.

Die International Financial Reporting Standards stellen stark auf den wirtschaftlichen Gehalt einer Transaktion ab. Ob es sich danach um ein Finance- oder um ein Operating-Lease handelt, hängt somit eher von den wirtschaftlichen Auswirkungen bzw. dem Gewollten der Vereinbarung ab als von einer bestimmten formalen Vertragsform. Situationen, die üblicherweise zu einer Klassifizierung als Finance-Lease führen, sind etwa gegeben, wenn am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses dem Leasingnehmer (automatisch) das Eigentum an dem Vermögenswert übertragen wird oder ob er die Option hat, den Vermögenswert zu einem Preis zu erwerben, der erwartungsgemäß deutlich niedriger ist als der zum möglichen Optionsausübungszeitpunkt beizulegende Zeitwert des Vermögenswerts. So wird zu Beginn des Leasingverhältnisses hinreichend gesichert, dass die Option ausgeübt wird, selbst wenn die Leasinggegenstände eine derart spezielle Beschaffenheit aufweisen, dass sie – ohne Vornahme wesentlicher Veränderungen – nur für den Leasingnehmer allein nutzbar sind. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Vertragsinhalte, die darüber entscheiden, ob eine Bilanzneutralität gegeben ist.

Grundsätzlich dürften die strategischen Vorteile des Leasings weiter an Bedeutung gewinnen. Der Leasinggegenstand ist nicht im Voraus zu bezahlen und belastet so nicht die Liquidität des Unternehmens. Zudem können die Leasingraten bei Nutzfahrzeugen und Baumaschinen während des Einsatzes des Leasingobjektes aus den mit ihnen erwirtschafteten Erträgen geleistet werden. „Das Überalterungsrisiko für die Investitionsobjekte ist begrenzt, und so können auch inflationsbedingte Substanzwertverluste vermieden werden,“ sagt Christoph Halstrick. Außerdem weist er darauf hin, dass sich Leasing bei einer entsprechenden Vertragsgestaltung bilanzneutral auswirkt, so dass es die Kreditlinie des Leasingnehmers gegenüber Kreditinstituten nicht belastet. ms

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