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Carbid im Getriebe
Doch nicht etwa wie der berühmtberüchtige Sand im Getriebe soll wirken, was hier von AHC-Oberflächentechnik propagiert wird. Die haben nämlich eine Reibung erhöhende Beschichtung entwickelt, die kraftschlüssigen Verbindungen im Motoren-, Getriebe- und überhaupt im Maschinenbau zugutekommen soll. Dabei werden lediglich uralte physikalische Gesetzmäßigkeiten aufgegriffen. Beispielsweise die, dass bei kraftschlüssigen Verbindungen der Reibwert die maßgebende Größe ist. Dessen Größe wiederum hängt unter anderem von der jeweiligen Werkstoffpaarung und dem Schmierungszustand ab. Besagte AHC-Beschichtung mit winzig kleinen (9 µm) Siliciumcarbid(SiC)-Partikeln (eigentlich also doch Sand!) soll die Reibung bei der Übertragung von Kräften und Drehmomenten um das Dreifache erhöhen.
Die Beschichtung erfolgt nach einem speziellen Durni-Coat-Verfahren, dem Chemisch-Nickel-Verfahren von AHC. Hierbei werden Nickel-Phosphor-Legierungsschichten aus wässrigen Nickelsalzlösungen durch Reduktion mit Hypophosphit auf den Oberflächen von Eisen- und NE-Metallen abgeschieden. Erzielt wird dabei ein gleichmäßiger Schichtaufbau und somit eine konturengetreue Abbildung der Oberflächen selbst geometrisch richtig komplizierter Teile. Wegen der Korngröße der SiC-Partikel wird die Beschichtung „SiC-9-Durni-Disp“ genannt.
Ein Anwendungsbeispiel haben wir hier im Bild: Scheiben aus einem ferritischen Stahl, die mit der AHC-Novität beschichtet wurden. Sie dienen als Reibung erhöhende Verbindungselemente in einer Baugruppe, die aus Kurbelwelle, Kettenrad und Drehgeschwindigkeitsdämpfer besteht. Versuche auf einem Torsions-Prüfstand hätten klar gezeigt, dass dermaßen beschichtete Verbindungselemente den Reibwert und damit die Kraftübertragung um den Wert drei steigern können.sh









