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Artikel und Hintergründe zum Thema

Dekra Arbeitsmarkt-Report 2017

Die 10 am häufigsten gesuchten Berufe

Die zehnte Arbeitsmarkt-Analyse der Dekra Akademie ist erschienen und es herrscht Feierlaune: In vielen Berufen können Jobsuchende aus zahlreichen Angeboten wählen – zum Leidwesen von Recruitern. Für Maschinenbau- und Elektroingenieure wurden indes weniger Jobangebote gezählt.

Der Dekra Arbeitsmarkt-Report analysiert jährlich Entwicklungen am deutschen Stellenmarkt. Der aktuelle Report basiert auf 13.941 Stellenangeboten. Zusätzlich wurden die Anforderungen an KEP-Fahrer sowie SAP-Fachkräfte vertieft unter die Lupe genommen. Anlässlich der Jubiläumsausgabe geben außerdem zehn Experten aus Wissenschaft und Praxis einen Ausblick auf die Zukunft der Arbeit.

Kfz-Mechatroniker neu unter den Top-Ten, Ökonomen an der Spitze 

Fast drei von zehn Vakanzen der Stichprobe entfallen auf die Top-Ten-Berufe. Wirtschaftswissenschaftler befinden sich erstmals an vorderster Position. Kandidaten mit diesem Studienabschluss gehören seit 2011 zu den am häufigsten gesuchten Fachkräften. Ganz neu im Ranking sind Kraftfahrzeugmechatroniker: Seit 2014 steigt die Nachfrage nach den Profis für mechanische und elektronische Bauteile in Fahrzeugen. Vor allem Versicherungskaufleute überraschen mit ihrer Platzierung auf Rang fünf. Der starke Zuwachs erscheint ungewöhnlich, auch wenn der Anteil an Stellenangeboten für Versicherungskaufleute zuletzt wieder etwas zugenommen hatte. Da vier von fünf der Offerten eine einzige Personalvermittlung inserierte, handelt es sich vermutlich um einen Sondereffekt.

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Drei Berufe befinden sich seit Erhebungsbeginn ganz vorne im Ranking: Gesundheits- und Krankenpfleger, Kundenberater sowie Elektroingenieure. Auch Software-Entwickler und Call-Center-Agents waren in neun der zehn Jahre hier zu finden. „Die langjährige Betrachtung zeigt: Bei einem guten Teil der momentan akut gesuchten Fachkräfte zeichneten sich die Engpässe bereits vor zehn Jahren ab“, kommentiert Jörg Mannsperger, Geschäftsführer der DEKRA Akademie, das Ergebnis. 

IT-Stellenmarkt wächst weiter 

Der Arbeitsmarkt ist stabil. Dennoch gibt es in manchen Tätigkeitsbereichen der sieben Berufsfelder wie Entwicklung, Büro und Service kurzfristige Schwankungen oder aber Anzeichen für längerfristige Trends im Fachkräftebedarf. Am nachhaltigsten ist die Entwicklung des Bedarfs in den IT-Berufen: Ihr relativer Anteil am Berufsfeld Entwicklung steigt tendenziell seit Erhebungsbeginn. Aktuell richtet sich hier fast jedes zweite Stellenangebot an IT-Fachkräfte. Zum Vergleich: 2008 waren es 31,7 %. Auf die Gesamtstichprobe bezogen haben IT-Berufe nun erstmals die Zehn-Prozent-Hürde genommen. Unternehmen suchen am dringendsten Software-Entwickler, gefolgt von Wirtschaftsinformatikern. 

Ingenieure und Naturwissenschaftler, die ebenfalls zum Berufsfeld Entwicklung gehören, sind im Vergleich der Tätigkeitsfelder hingegen zurückgefallen. Vor allem für Maschinenbau- und Elektroingenieure wurden weniger Jobangebote gezählt. Über etwas mehr Auswahl als im vergangenen Jahr können sich hingegen Wirtschaftsingenieure, Architekten und Bauingenieure sowie Mathematiker freuen. „Unter Umständen machen sich in den klassischen Ingenieurdisziplinen die steigenden Absolventenzahlen bemerkbar. Darüber hinaus versuchen Arbeitgeber, Nachwuchsingenieure bereits im Studium an sich zu binden“, erklärt Jörg Mannsperger. „Der Bedarf an IT-Experten ist ungebrochen und das dürfte mit Blick auf die aktuellen Trends im Zusammenhang mit der Digitalisierung auf absehbare Zeit auch so bleiben.“

Sachbearbeitung: Personaler gesucht

In der Sachbearbeitung sind Unternehmen auf fähige Mitarbeiter mit Spezialkenntnissen in unterschiedlichsten Bereichen angewiesen. Dieses Tätigkeitsfeld gehört dementsprechend schon seit 2008 zu den fünf Bereichen mit dem höchsten Anteil an der Gesamtstichprobe. Im Berufsfeld Büro entfallen fast drei Viertel aller Stellenangebote auf Sachbearbeiter unterschiedlicher Spezialisierung (72,7 %). Momentan benötigen Unternehmen vor allem Verstärkung für die Personalabteilung und schreiben besonders viele Stellenangebote für Personalfachkräfte und HR-Manager aus. Auch Controlling-Spezialisten sowie Speditionskaufleute sind derzeit gefragt wie nie.

Keine Entspannung im Gesundheitswesen

 Die Fachkräftesituation im Bereich Gesundheit und Pflege bleibt weiter angespannt. Fast vier von zehn Stellenangeboten in diesem Bereich richten sich an Gesundheits- und Krankenpfleger. An zweiter Stelle liegen hier Offerten für Pflegehelfer (18,1 %). Dieser Beruf ist um einen weiteren Platz auf Rang 12 aller Berufe vorgerückt und liegt damit fünf Plätze vor Altenpflegern. Außerhalb der Pflegeberufe suchen Arbeitgeber im Gesundheitswesen vor allem Arzthelfer sowie Masseure bzw. Physiotherapeuten.

Inhalte des DEKRA Arbeitsmarkt-Reports 2017:

Im Erhebungszeitraum vom 20. bis 26. Februar wurden Stellenanzeigen in elf deutschen Tageszeitungen, zwei Online-Jobbörsen und zwei sozialen Netzwerken ausgewertet. Der Report beinhaltet

  •          einen Überblick über die Entwicklung der Berufe und Tätigkeitsfelder
  •          eine vertiefende Analyse der Tätigkeit von KEP-Fahrern und –Zustellern
  •          eine vertiefende Analyse der Tätigkeit von SAP-Fachkräften
  •          einen Exkurs zum Thema „Hygienemanagement“
  •          als Jubiläums-Special zehn Expertenkommentare zur Zukunft der Arbeit
  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
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