Sicherheitsmodule
Auf Nummer sicher
Mit dem SD6 hat Stöber einen flexiblen Stand-Alone-Antriebsregler im Programm. Neu ist das Sicherheitsmodul SE6. Damit stehen dem Antriebsregler unter anderem umfangreiche Stopp- und Überwachungsfunktionen zur Verfügung.
Stöber bietet mit der sechsten Generation Stand-Alone- sowie Anreih-Antriebsregler für Multiachs-Anwendungen. Der flexible SD6 ist Teil dieser Familie. Zum Einsatz kommt der Einzelachsregler mit einem Ausgangsnennstrom bis 85 Ampere vorwiegend in antriebsbasierenden Applikationen mit dezentraler Bewegungssteuerung. SD6 regelt lineare und rotative Synchron-Servomotoren sowie Asynchronmotoren. Durch sein modulares Schnittstellenkonzept und sein Zubehör ist er passgenau konfigurierbar und kann so auch ganz spezielle Antriebsaufgaben lösen. Für die Anbindung an eine überlagerte Steuerung stehen Kommunikationsmodule für Canopen, Ethercat oder Profinet zur Wahl. Neu im Produktportfolio ist das Sicherheitsmodul SE6, mit dem sich der Antriebsregler SD6 optional ausstatten lässt. Die geringe Worst-Case-Reaktionszeit von unter zehn Millisekunden ermöglicht ein schnelles Abschalten und erlaubt dadurch dem Konstrukteur eine Minimierung der Sicherheitsabstände.
Stopp- und Überwachungsfunktionen
Eines der Produkt-Highlights ist das sichere Bremsenmanagement, das aus sicherer Bremsenansteuerung (SBC) und sicherem Bremsentest mit Testzyklusüberwachung (SBT) besteht. Damit wird der Antriebsregler den Anforderungen der DGUV gerecht. SE6 ermöglicht zusätzlich zu den Stoppfunktionen Safe Torque Off (STO), Safe Stop 1 (SS1) und Safe Stop 2 (SS2) auch Funktionen zur sicheren Bewegungsüberwachung. Die Funktionen Safely-Limited Speed (SLS) und Safe Speed Range (SSR) wachen darüber, dass der Antrieb die projektierten Geschwindigkeitsgrenzwerte nicht überschreitet. Safe Direction (SDI) überwacht die projektierte Bewegungsrichtung, Safely-Limited Increment (SLI) begrenzt zuverlässig das Schrittmaß. Safe Operating Stop (SOS) überwacht den aktiven Stillstand. Das Thema Praxistauglichkeit stand bei der gemeinsamen Entwicklung mit der Firma Pilz im Vordergrund.
Für den Betrieb von SE6 sind keine speziellen Motoren, Encoder, Kabel, Stillstands- oder Drehzahlwächter erforderlich. Der Anwender kann bestehende Antriebskonfigurationen weiterverwenden oder auf die für die Anwendung passenden Komponenten wechseln, was in der Regel mit einer Reduzierung der Systemkosten verbunden ist. Um die Produktivität und Verfügbarkeit der Maschine weiter zu steigern, wurden die Überwachungsmechanismen der Sicherheitsfunktionen über die normativen Grundanforderungen hinaus ergänzt. Durch positionsbasierte Grenzwertüberwachung oder das prädiktive Ausblenden von Störsignalen können die angestrebten Grenzwerte mit minimalem Störabstand angefahren werden. as
Halle 3A, Stand 451









