Pilz bietet Lichtgitter vom Typ 3

Schutz für Hand und Finger

Erstmalig steht dem Maschinen- und Anlagenbau mit der Lichtschranke PSENopt II von Pilz ein exakt auf die Sicherheitskategorie Performance Level d (PL d) abgestimmtes Lichtgitter Typ 3 zur Verfügung. Mit dem Gerät schließt Pilz die Typen-Lücke der überarbeiteten Norm IEC 61496-1.

Schließt die Lücken zwischen den Lichtgittertypen 2 und 4: PSENopt II von Pilz. (Foto: Pilz)

Diese Norm stellt erstmalig eine Verbindung her zwischen den Typ-Klassen der berührungslos wirkenden Schutzeinrichtungen (BWS), der Sicherheitsanforderungsstufe (Safety Integrity Level SIL – nach IEC 62061) und dem Grad an Zuverlässigkeit, mit dem eine Steuerung eine Sicherheitsfunktion erfüllen muss (Performance Level PL – nach ISO 13849). Dies führt seit Mai 2015 kurioserweise dazu, dass Lichtgitter vom Typ 2 nur noch in Applikationen bis Performance Level PL c beziehungsweise SIL 1 und SIL CL 1 eingesetzt werden dürfen. Weil es bis dahin Lichtschranken der Typklasse 3 am Markt schlicht nicht gab, müssten Anwender nun streng genommen auf den für Anforderungen nach PL e bestimmten Typ 4 ausweichen, wollen sie den Sicherheitsanforderungen nach PL d gerecht werden. Dies ist in vielen Fällen jedoch überdimensioniert und macht sich auch im entsprechend höheren Preis bemerkbar. Kein Wunder, dass einige Anlagenhersteller die Frage nach Alternativen stellen.

Keine Totzonen

Die PSENopt II ermöglichen als Lichtgitter Typ 3 Anwendungen der Sicherheitskategorie PL d nach IEC/EN 61496 und stellt somit eine Weltneuheit dar. Durch ihren fünf-poligen Anschluss können sie direkt an die dezentrale Peripherie PDP67 angeschlossen werden. Damit reduziert sich der Aufwand für die Inbetriebnahme.

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In Verbindung mit Steuerungstechnik von Pilz stellen die Lichtgitter PSENopt II eine sichere und wirtschaftliche Komplettlösung für alle Branchen und Einsatzgebiete dar. PSENopt II sorgt für Sicherheit bei Handarbeitsplätzen, im Bereich von Material zu- und -abführungen sowie beim Materialhandling im Verbund mit Robotern.

Einsatzfelder finden sich in weiten Teilen der Automobil-, Verpackungs-, Metallverarbeitungsindustrie sowie im Werkzeugmaschinenbau. Mit dem Lichtgitter PSENopt II lassen sich Bereiche und Flächen flexibel absichern. Sie erfüllen je nach Anforderung Finger- und Handschutz: Bei einer Auflösung von 14 Millimetern ist Fingerschutz bis zu einer Reichweite von acht Metern, Handschutz bei einer Auflösung von 30 Millimetern bis zu einer Entfernung von 18 Metern gewährleistet. Die Ansprechzeit liegt bei 13 bis 20 Millisekunden.

Weil das Lichtgitter mit durchgängigen Einzelstrahlen arbeitet, sind so genannte „Totzonen“ komplett ausgeschlossen. Die Lichtschranken rücken näher an die Applikation, Anwender sparen Platz und realisieren schlankere Anlagenkonzepte. Neben dem günstigeren Preis zeichnen sich die robusten Lichtschranken PSENopt II in Schutzart IP65 durch eine extrem hohe Schockbeständigkeit von 50 G aus. Mit ihrem geschlossenen verwindungssteifen Aluminium-Strangprofil und gelöteten Kontakten zwischen den Modulen eignet sich die Neuentwicklung für raue Industrieumgebungen und Temperaturen zwischen minus zehn bis plus 60 Grad Celsius. Mit den zugehörigen Montage-Kits seien die Lichtschranken schnell und einfach montiert, eingestellt und startklar für den industriellen Einsatz, sagt Pilz. bw

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