Antriebstechnik
Infarktvorbeugung
Bereits im Vorfeld einer Anlageninstallation werden bei Pfaff-silberblau im Rahmen einer umfassenden Gefahren- und Prozessausfallanalyse Maßnahmen zur Verhinderung des vorzeitigen Versagens wichtiger Antriebs- und Hubkomponenten entwickelt. Denn zur Vorbeugung von Produktionsausfällen (und hohen Folgekosten) müssen Hubanlagen, in denen Spindelhubgetriebe das Herz der linearen Antriebstechnik bilden, prozesssicher überwacht und zuverlässig geschützt werden. Zu diesem Zweck werden in Testanlagen mögliche Überlastungs- und Überhitzungsrisiken frühzeitig lokalisiert und aufgezeichnet, um damit konstruktive Maßnahmen zur Ausfallvermeidung vorzunehmen.
Jetzt entwickelte das bayrische Unternehmen eine prozesssichere Lösung mit Hilfe von Infrarotsenoren. Das neue Konzept wurde erarbeitet, weil die üblichen Temperatursensoren am Gehäuse oder in dessen Ölbad durch die Trägheit der Masse keinen ausreichenden und zuverlässigen Schutz bieten. Die Infrarotsensoren dagegen erfassen die Temperatur unmittelbar an der Reibstelle zwischen Schneckenwelle und Schneckenrad. Sie wandeln die Messwerte über ein programmierbares Auslösegerät in analoge Signale um, die dann an die Steuerung weitergeleitet werden.
Diese mechatronische Prozessüberwachung wird sowohl in Hubelementen im Hochleistungsbereich als auch bei automatischen Versuchs- und Testanlagen eingesetzt und kann auch bei bestehenden Anlagen nachgerüstet werden. Aktuell wird das innovative Überwachungskonzept in einer Hubelement-Testanlage für den Einsatz in der Wiederaufbereitungsanlage eines Kernkraftwerks erprobt. (gm)








