Antriebstechnik

Drahtlos überwacht

Wisa-Com ermöglicht verschleißfreie Anlagensteuerung ohne Kabel
Maschinenverfügbarkeit erhöhen, Aufwand für Engineering und Montage sparen: Das Wireless-System Wisa-Com überträgt Signale auf der Sensor-Aktor-Ebene verschleißfrei beispielsweise zu Ventilinseln.
Festo wendet das von ABB entwickelte Wisa-Com jetzt auf der Sensor-Aktor-Ebene an. Dadurch werden drahtlose Kommunikation mit Antrieben und Steuerungsmodulen, Abstandserfassung mit Genauigkeiten bis 20 Mikrometer sowie Näherungsschalter, die direkt in die T-Nut hineinmontiert werden, möglich.

Wisa-Com, der drahtlose Übertragungsstandard von ABB, soll in Zukunft die verschleißfreie Signalübertragung vom Master zu IO-Modulen als Feldbus-Ersatz ermöglichen. Das steigert die Maschinenverfügbarkeit und spart Engineering- und Montageaufwand, so der Anbieter.

Überall, wo Steuerungen mit Sensoren und Aktoren auf bewegten und rotierenden Teilen kommunizieren müssen und normalerweise mit Feldbuskabeln und über spezielle Schleifringverteiler mit dem Datensignal versorgt werden müssen, bietet das drahtlose Übertragungssystem Vorteile. Die Kommunikationstechnologie Wisa-Com soll die hohen Anforderungen einer schnellen und sicheren Datenübertragung in der industriellen Umgebung erfüllen. Sie lässt die gleichzeitige Kommunikation hunderter Geräte in einem Anlagenteil zu und ist sicher auch in den Bereichen, in denen die Übertragung durch Hindernisse oder Interferenzen beeinträchtigt wird.

Besonders vorteilhaft zeigt sich die Wireless-Technologie im Sondermaschinenbau, wo sich Kabel bewegen, viele Werkzeugwechsel notwendig sind oder bei Robotergreifern, Schweißanlagen und Montagesystemen beispielsweise in der Automotive-Industrie. Aber auch andere Branchen profitieren von der neuen Technik: In der Lebensmittelherstellung und bei Verpackungsmaschinen ist die Wireless-Datenübertragung im Vergleich zu Kabellösungen unter hohen Hygiene-Anforderungen oder in aggressiven Umgebungen klar im Vorteil.

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Auch die Auflagekontrolle in Werkzeugmaschinen will Festo mit neuer Sensortechnologie weiter voranbringen. Nach dem Prinzip „Messen mit Luft“ erfasst der Luftspaltsensor Sopa auf wenige tausendstel Millimeter genau, ob ein Werkstück vor dem Spannen plan aufliegt und ob das Werkzeug exakt an der Spindel ausgerichtet ist. Neben dem hochpräzisen Messbereich zeichnet sich das neue Produkt insbesondere durch sein geringes Gewicht, die kompakte Bauweise und die Integration unterschiedlichster Funktionen in einem Gehäuse aus.

Das System besteht aus einem Controller-Modul und einem oder mehreren Sensormodulen. Im Controller-Modul befinden sich die Druckluftregelung und die Ventile für die Messluft – mit Ein/Aus und Reinigungsimpuls. Die Sensormodule beinhalten dabei elektrische und pneumatische Ausgänge, pro Controller-Modul können bis zu vier Sensormodule kombiniert werden. Eingesetzt wird der neue Sensor unter anderem als Auflagekontrolle bei Transferstraßen im Werkzeugmaschinenbereich, speziell im Power-Train der Automobilindustrie. Mit Hilfe des Sensors wird hier sichergestellt, dass Werkstücke in der Motorenfertigung plan aufliegen.

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