Antriebstechnik
Auf die Verkettung kommt es an!
Was nützen immer leistungsfähigere Produktionsautomaten, wenn die Zusammenarbeit untereinander durch langsame, unflexible Verkettungen „ausgebremst“ wird? Sie ahnen es sicherlich schon: Die alte Geschichte von der Kette und dem schwächsten Glied. Und das dürfen die Verkettungseinheiten beispielsweise zwischen hydraulischen Pressen keinesfalls sein, soll der mehrstufige Fertigungsprozess möglichst wirtschaftlich ablaufen. Damit dies gelingt, leisten Teleskopmodule von SNR ihren Teil.
Ihre Aufgabe ist es, den Transport zwischen zwei Pressen schnell sowie positioniergenau durchzuführen und dabei auch noch möglichst klein zu bauen, denn die Pressen sollen ja möglichst nahe beieinander stehen. Das sieht dann so aus, dass ein Teleskopmodul beispielsweise in einer lediglich 2,8 Meter breiten Verkettung untergebracht ist, die aber immerhin bis zu drei Meter Hublänge schafft und dabei auch noch Werkstückgewichte bis 20 Kilogramm bewältigt. Bei der Hubbewegung werden Geschwindigkeiten bis acht Meter pro Sekunde und eine Beschleunigung bis sechs Gramm erreicht. Die Positioniergenauigkeiten können im Bereich von 10 bis 20 Mikron liegen, was nicht zuletzt eine entsprechende Steifigkeit der Teleskopmodule bedingt.
Wie man sieht, eine ziemlich präzise und dynamische Angelegenheit, die sich jedoch mit wartungsfreien Linearmotoren gut bewältigen lässt. Damit sie vor Staub geschützt sind, hat man sie im Profilgehäuse der Verkettungsmodule untergebracht, was außerdem die Geräuschentwicklung vermindert. Hauptnutzen des Staubschutzes ist aber die Verschleiß- und Wartungsminimierung, denn immer wenn eine Pressenverkettung gewartet werden müsste, stünde natürlich die gesamte Pressenlinie, und das wäre teuer. Auch die Linearführungen mit Kugelkettentechnik passen in dieses Forderungsschema.
Integriert sind sie in ein Mehrschienensystem in X-Anordung, das für ein ruhiges Laufverhalten naturgemäß hohe Anforderungen an enge Parallelitäts- und Höhentoleranzen erfüllen muss. Die inneren Reibwiderstände sind ebenso klein wie der Verfahrwiderstand. Als vertikale Antriebselemente dienen in der Regel Zahnstangen, im Horizontalbetrieb setzen die Konstrukteure meist auf Zahnriemen. Überhaupt ist bei Teleskopmodulen viel Flexibilität gefragt, denn sowohl die unterschiedlichen Pressenbauarten als auch deren breites und oft komplexes Produktionsspektrum erfordern umfassende Anpassungsmöglichkeiten.rm









