Jetter-Motion-Control für Verpackungsmaschinen

Transparent und synchron

Insbesondere im Verpackungsmaschinenbau können moderne Motion-Control-Steuerungen ihre Stärken ausspielen, denn im modernen Maschinenbau steigt der Anteil der Antriebstechnik kontinuierlich. Neben einfachen Positionieraufgaben sind immer öfter komplexe Bewegungsabläufe zu realisieren. Hier kommt die klassische SPS an ihre Grenzen.

Kern des Jetter-Automatisierungskonzepts: Steuerung JetControl 440MC. (Foto: Jetter)

Die Motion-Control-Steuerungen von Jetter kommen im Bereich der Verpackungsmaschinen als Gesamt- oder Teillösung bei horizontalen Schlauchbeutelmaschinen, vertikalen Schlauchbeutelmaschinen, Thermoformmaschinen, Faltschachtel-Kartoniermaschinen und Etikettiermaschinen zum Einsatz. Auf der Fachpack tritt Jetter mit einem skalierbaren Automatisierungskonzept am Beispiel einer horizontalen Schlauchbeutelmaschine an.

Bei horizontalen Schlauchbeutelmaschinen ist die exakte Folienspannung ein wichtiger Aspekt. Deshalb erfolgt die Regelung der Folienspannung über elektronische Tänzer oft bei gleichzeitiger Überwachung des Drehmoments am Folienabwickler. Die für horizontale Schlauchbeutelmaschinen wichtige No Product/No Bag-Funktionalität wird durch dynamisches Ein- und Auskoppeln von Achsen oder Achsverbünden erreicht. Die Folienspannung bleibt erhalten und gleichzeitig wird kein Material verschwendet. Die Druckmarkensteuerung stellt sicher, dass der Foliendruck zur Produktlage synchronisiert wird. Die Querversiegelung und Querschneidfunktion erfolgt rotativ oder mitlaufend (Box Motion), was durch den Einsatz von elektronischen Kurvenscheiben und Getrieben gelöst wird. Die Temperatur der Siegeleinheiten wird geschwindigkeitsabhängig geregelt. Um die Flexibilität der Anlagen zu erhöhen, können Parameter im laufenden Betrieb geändert werden.

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Neue Steuerung

Die Anforderungen von Abfüllmaschinen sind ebenso sehr unterschiedlich. Die Vielfalt der Anwendungen stellt an die Automatisierungslösungen besondere Ansprüche. Neben der Sicherstellung der automatisierten Abläufe steht vor allem die hohe Taktung der Maschinen im Fokus. Auf der FachPack 2016 präsentiert Jetter ein integriertes Automatisierungskonzept am Beispiel einer Abfüllanlage, die die Funktionalitäten Servoabfüllen und Drehmomentverschrauben mit Look-Ahead-Anschlagserkennung demonstriert.

Im Kern des Automatisierungskonzeptes steht die neue Motion-Control-Steuerung JetControl 440MC, die erstmals gezeigt wird. Mit ihr lassen sich die gesamten Prozessketten einzelner Verpackungsmaschinen sowie kompletter Verpackungslinien steuern, regeln und überwachen. Darüber zeichne sich die JetControl 440MC durch hohe Performance bei gleichzeitig kompakter Bauweise aus, kündigt Jetter an. Die Steuerung eignet sich besonders für rechenintensive, umfangreiche Anwendungen und eröffnet somit den Einstieg in die Motion-Control-Funktionalität in Verbindung mit Servoverstärkern der JetMove 1000/3000er-Serie, die ebenfalls als Teil des Automatisierungskonzeptes zu sehen sind. Damit lassen sich Achsverbunde und komplexe Bahnsteuerungen einfach programmieren.

Mit den integrierten Automatisierungskonzepten mit Motion-Control-Steuerungen lassen sich Verpackungsmaschinen mit perfekter Synchronisierung aller Automatisierungskomponenten realisieren. Die Motion-Control-Steuerungen des Ludwigsburger Automatisierungsspezialisten integrieren SPS, Technologiefunktionen von Antrieben und Bahnsteuerung in ein System. Sequenziell abgearbeitete Tasks vereinfachen die Umsetzung von Maschinenabläufen in Steuerungsprogramme. Mit der auf der IEC 61131-3 basierten Programmiersprache STX steht dabei eine Sprache für sämtliche Automatisierungsfunktionen zur Verfügung. Der transparente Zugriff auf alle Systemelemente und die Durchgängigkeit bei der Programmierung führe zu einer signifikanten Verkürzung der Programmier- und Inbetriebnahmezeiten. bw

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