Dünnringlager im Exoskelett

Wie gelähmte Menschen wieder laufen können

Dünnringlager von Rodriguez erreichen trotz Miniaturisierung eine vergleichbare Leistungsfähigkeit und Lebensdauer wie normale Wälzlager. Die Produkte des Herstellers Kaydon sind auch für schwierige Einsatzbedingungen geeignet. Daher entscheiden sich auch Forscher an Hochschulen für die platzsparenden Lösungen.

Dünnringlager von Rodriguez eignen sich für eine große Bandbreite von Anwendungen – zum Beispiel kommen sie in einem innovativen Fahrrad mit Automatikgetriebe zum Einsatz. (Bild: Rodriguez)

So machen es Dünnringlager zum Beispiel möglich, die Getriebeeinheit im Kniegelenk eines innovativen Exoskelettes ohne komplizierte und platzraubende Hilfskonstruktionen zu lagern: Das an der ETH Zürich entstandene Varileg (Variable Impedance Leg) soll querschnittsgelähmten Menschen wieder das Laufen ermöglichen. Es unterscheidet sich von bestehenden Exoskeletten hauptsächlich durch eine mechanisch verstellbare Steifigkeit im Knie, für die unter anderem Aktuatoren mit variabler Impedanz sorgen. Steigungen und Treppen stellen somit kein Problem dar. Starke Motoren ermöglichen es dem Nutzer zudem, aufzustehen und sich hinzusetzen. So lässt sich die natürliche Funktionsweise eines Kniegelenks weitestgehend nachahmen.

Um die Getriebeeinheit möglichst kompakt lagern zu können, fiel die Wahl der Forscher auf metrische Dünnringlager des Herstellers Kaydon. Ausschlaggebend waren einerseits das geringe Gewicht der Lager und andererseits der große Innendurchmesser bei gleichzeitig kleinem Platzbedarf – perfekt für die vorliegende Anwendung.

Das Fahrrad, das selbst schaltet

Dünnringlager von Rodriguez kommen aber auch in einem innovativen Fahrrad mit Automatikgetriebe zum Einsatz. Das verbaute CVT-Getriebe lässt sich stufenlos regeln und schaltet automatisch, der Fahrer muss sich darum nicht mehr kümmern. Die elektrisch betriebene Lösung – ein Entwicklungsprojekt an der HTL Rennweg in Wien/Österreich – nutzt Parameter wie Trittfrequenz, Kraftaufwand, Radgeschwindigkeit und Neigung, um jeweils die passende Übersetzung zu ermitteln.

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Insgesamt werden in dem CVT-Getriebe zwei Wälzlager benötigt: Eines der Lager ist im Verschubglied des Getriebes verbaut; das zweite Lager ist für die Stabilisierung der Trapezspindel zuständig, die mit dem Servo verbunden ist. Bei beiden Lagern war eine geringe Einbaugröße besonders wichtig, deshalb fiel die Wahl auf Kaydon Dünnringlager. Diese Lager können trotz ihrer kompakten Bauform sowohl radiale als auch einseitig wirkende axiale Kräfte aufnehmen und eignen sich somit für den Einsatz im CVT-Bike. as

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