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Artikel und Hintergründe zum Thema

Sensorisierte Wälzlager

Das Lager wird zum Datensammler

Die Hannover Messe 2017 hat uns im Griff. Insgeheim warten wir auf was Neues, wohlwissend, dass das Thema „Industrie 4.0“ – ob man es noch hören kann oder nicht – noch immer omnipräsent sein wird. Nach wie vor wird thematisiert, wie und wo Daten am besten gesammelt werden können. Dazu gesellen sich nun verstärkt Antworten auf die Frage, was mit den Datenmassen dann passieren kann.

Schaeffler ist nicht nur überall da, wo sich etwas bewegt, sondern will auch überall dort sein, wo der „wichtigste Rohstoff im Zeitalter der Digitalisierung“, wie es der Zulieferer selbst formuliert, zusammenkommt. So war es absehbar, dass beim Ausblick auf den Einblick, den Besucher im April auf der Hannover Messe am Schaeffler-Stand bekommen werden, neben der Datengenerierung auch deren Nutzung im Fokus stand.

Mit auf der Messe wird das FAG VarioSense-Lager sein. Dabei handelt es sich um ein mit unterschiedlichen Sensoren modular konfigurierbares, auf Standard-Typen basierendes Wälzlager-System, das es ermöglicht, praktisch jede beliebige Lagerstelle zu sensorisieren. Ein in doppelter Hinsicht cleveres System: Zum einen können auch einfache Aggregate und Maschinen zum Daten-Geber werden. Zum anderen erlaubt die Messung der am Lager vorhandenen Belastungen und Verlagerungen die umfassende Beurteilung von ganzen Maschinenzuständen. In Summe können so Antriebe gesteuert, Restgebrauchswerte von Maschinenelementen wie Wälzlagern oder Verzahnungen berechnet und Prozesse überwacht werden.

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Dazu zieht sich die dem Lager vorgebaute Funktionseinheit – je nach Konfiguration – Daten über die Drehzahl und/oder -richtung, Last, Verlagerung sowie Temperatur. An den Funktionsmodulen zur Bestimmung des Winkels und der Vibration arbeitet Schaeffler noch.

Starter-Kits, die auf der Hannover Messe erhältlich sein werden, sollen die Hemmschwelle für Anwender, ihr Lager zum Datensammler zu machen, herabsetzen. Eine Hemmschwelle könnte nämlich sein, dass das Kit auch die Anbindung an Smart-Check in der Schaeffler-Cloud vorsieht. Der Zulieferer bezeichnet das als „einfachen und flexiblen Einstieg in die Digitalisierung von Maschinen und Anlagen“. Genau betrachtet steckt jedoch mehr dahinter. Denn Smart-Check ist nur ein kleiner Teil der Services, die Schaeffler als digitaler Dienstleister anbietet. Auf das große Ganze zielt der Zulieferer mit dem Smart Ecosystem 4.0. Dabei handelt es sich um eine ganzheitliche, cloudbasierte Soft- und Hardware-Infrastruktur, die von sensorisierten Komponenten bis hin zu digitalen Services alle Stufen der digitalen Wertschöpfung umfasst. Die flexible Architektur des Systems kann für Hersteller und Betreiber von Maschinen und Anlagen quasi als Türöffner zu den digitalen Dienstleistungsangeboten von Schaeffler gesehen werden. Das Wälzlager, seine mechatronischen Derivate und das entsprechende Domain-Know-how stellen dabei die zentrale Informationsquelle dar. cs

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