Antriebstechnik

Reduzierter Energieverbrauch

Der Leistungsbedarf von Antriebsmaschinen kann durch die Reduzierung der Reibungskräfte an Wellendichtungen auf einfache Weise verringert werden. Bei den bisher bekannten Simmerringen sorgt eine Feder für die nötige Anpresskraft der Dichtlippe auf die abzudichtende Welle, um eine lang anhaltende Dichtwirkung sicherzustellen. Dabei funktioniert der Simmerring wie eine mikroskopisch kleine Pumpe, die in der Lage ist, Schmierstoffe unter die Dichtlippe und wieder zurück in den Ölraum zu transportieren. Auf diese Weise wird die nötige Schmierung zwischen Welle und Dichtring sichergestellt.

Die radiale Anpresskraft der Dichtlippe ist für Funktion, Abriebfestigkeit und Reibung eine Schlüsselgröße. Zu große Radialkräfte erhöhen den Verschleiß, überhitzen die Dichtkante, lassen damit das Öl verkoken und führen zu Energieverlusten und Leckagen. Zu niedrige Radialkräfte verhindern das stabile Anliegen der Dichtlippe an der Welle, so dass Öl austreten kann und Leckage verursacht wird. Eine Optimierung der Radialkraft, mit der die Dichtlippe an der Welle anliegt, ist deshalb von elementarer Bedeutung.

Um diese Reibkräfte zu minimieren und gleichzeitig die Funktionalität zu optimieren, hat Freudenberg Simrit den ESS entwickelt. Dabei bleibt die Radialkraft auch bei steigender Dichtspalttemperatur über einen weiten Drehzahlbereich auf einem konstant niedrigen Niveau.

Möglich wurde dies durch die Entwicklung eines speziellen Elastomercompounds und eines neuartigen Designs. Mit diesen federlosen Simmerringen lässt sich die Verlustleistung, die beispielsweise für eine Welle mit einem Durchmesser von 45 Millimeter bei einer Drehzahl von 6.000 min-1 durch Reibung entsteht, um bis zu 50 Watt reduzieren. Damit eröffnen sich Energiesparpotenziale für Motoren und Getriebe, die als signifikante Wettbewerbsvorteile genutzt werden können. st

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