Antriebstechnik
Ausreichend dimensionierte Passfederverbindungen
werden – Konstrukteure wissen es – nach der DIN 6892 berechnet. Die aber von ideal geformten Nuten in Welle und Nabe ausgeht – die es aber wegen diverser Toleranzen nicht gibt. Deshalb hat die TU Chemnitz die Auswirkung von Gestaltsabweichungen auf die Bauteilfestigkeit untersucht und dafür eine Metallbalg-Ausgleichskupplung von Jakob eingesetzt.
Ihre Aufgabe ist es, die beiden Beanspruchungen Biegung und Torsion auf die Passfederverbindung zu übertragen. Dafür ist die Kupplung prädestiniert, da sie besonders biegeweich und torsionssteif ist (1.700 kNm/rad), gleichzeitig aber hohe Torsionsmomente bis 8.000 Newtonmeter übertragen und Versätze (2 Millimeter lateral, 1 Winkelgrad) ausgleichen kann, die beim Erzeugen der umlaufenden Biegung entstehen.
Solche dreiteiligen Kupplungen für Drehmomente bis 38.000 Newtonmeter haben ein auswechselbares flexibles Zwischenstück, das sogenannte Balgpaket. Dadurch ist bei Montage und Wartung eine etwaige Demontage schwerer Antriebsaggregate nicht erforderlich. Geringe Rückstellkräfte und Massenträgheitsmomente sowie die kompakte Bauweise sind weitere Vorteile der Kupplungen. Sie werden daher vor allem im Rahmen hochgenauer Antriebe sowie bei Getrieben eingesetzt.
Übrigens: Es soll sich herausgestellt haben, dass der Prüfstand, in den die Kupplung eingebaut ist, sich für die Experimentalanalyse unterschiedlicher Welle-Nabe-Verbindungen eignet. Sollten sich bei Ihnen diesbezügliche Fragen stellen, vermittelt Jakob sicherlich gerne einen Kontakt zur TU Chemnitz.rm









