Antriebstechnik
Prozessfiltration unter Hochdruck
Vakuumfiltersysteme und Kammerfilterpressen gelangen schnell an ihre Grenzen, wenn es um die Abscheidung von Filterkuchen mit Restfeuchten geht, deren Anteil bei unter 20 Prozent liegen soll. Bei Feststoffkorngrößen von 1–5 Mikron ist die Auswahl verfahrenstechnischer Alternativen zur Erzielung solcher Ergebnisse verschwindend gering. Lösungen versprechen lediglich Röhrenfiltersysteme mit denen Drücke bis 140 bar ausgeübt werden können; nur so lassen sich äußerst feine und für gewöhnlich schlecht filtrierbare Stoffe zu verarbeiten. Gerade um feste Zwischenräume weiter zu minimieren und dazu lediglich bis zu 5 Prozent an Restfeuchte zu erzielen, hat das Unternehmen eine speziell konzentrische Röhrenanordnung für das Hochdruckverfahren ausgelegt. Übliche Kammerfilterpressen sind mit solchen Zielvorgaben überfordert, da diese Systeme meist nicht in der Lage sind, einen Anteil von 20–30 Prozent Restfeuchte zu unterschreiten. Der enorme Druck des Verfahrens wird über ein vollautomatisch arbeitendes hydraulisches Wassersystem zwischen Röhrenmantel und Filterkerze aufgebaut – ein kräftiger Luftstoß über ein Druckluftsystem unterstützt den Austrag über eine aufgeblähte Membran. Nach Aussage des Herstellers ist es neben der Unterstützung durch das Druckluftsystem genauso möglich, den Filterkuchen während des Filtrationsprozesses auszuwaschen. Die Hochdruckfiltration über die Röhren lässt auf diesem Weg beispielsweise eine Substitution von Laugen gegen Wasser zu. Für viele Anwendungen stellt das Unternehmen einen unterbrechungsfreien Batch-Betrieb in Aussicht.st









