Antriebstechnik

Drehsteif und axial verlagerungsfähig

Die Ganzstahl-Lamellenkupplung für den Maschinen- und Anlagenbau ist in Drehrichtung extrem steif, weist aber zugleich eine hohe Verlagerungsfähigkeit auf. Auf der Basis dieser bewährten Kupplungsbaureihe entwickelt KTR jetzt auch Membrankupplungen, die im Vergleich zu anderen Kupplungssystemen entscheidende Vorteile bieten. Statt der Lamellenpakete verwendet man bei diesen Kupplungen eine einzelne Lamelle oder Membran aus hochwertigem Federstahl, die exakt für die jeweilige Anwendung entwickelt und kostengünstig auf modernsten Laserbearbeitungsanlagen gefertigt wird.

Zu den ersten Einsatzfällen dieser wartungsfreien und besonders kompakt bauenden Radex-MK Kupplung gehören Schiffsdieselantriebe. Hier ist die Kupplung zwischen dem Zweimassenschwungrad und der Gelenkwelle angebracht. Die lasergeschnittene Membran wird mit dem Schwungrad verbunden. Dabei übernimmt eine profilverzahnte Nabe die Verbindung zur Gelenkwelle. So kann man auf einen kundenspezifischen Kupplungsflansch verzichten – das spart Kosten und Bauraum. Die Kupplung nimmt den Axial- und Winkelversatz des Antriebssystems auf, sorgt somit für einen ruhigen Lauf ohne störende Schwingungen, und stützt zugleich die Gelenkwelle ab. Ein weiterer Anwendungsbereich ist der Druckmaschinenbau. Damit die Druckfarbe in den Druckwalzen gleichmäßig verteilt wird, schwingen die Antriebe, die die Walzen in Bewegung halten, mit hoher Frequenz. Dazu benötigte man bislang einen zweiten Motor, der über ein Gestänge den Axialhub – also die Vibration – erzeugt. Für ein neues Antriebskonzept, das auf diesen zusätzlichen Antrieb verzichtet, benötigte man eine Kupplung, die verlagerungsfähig, aber in axialer Richtung sehr steif ist. Alle Kupplungen werden kundenspezifisch entwickelt. Durch die Form der Membran sowie durch per Laser eingebrachte Aussparungen kann man die Kupplung exakt „trimmen“ und Anwendungsparameter wie Dreh-, Axial- und Winkelfedersteifigkeit, Axial- und Winkelverlagerungsfähigkeit sowie das maximale Drehmoment individuell verändern. Auch bei der Integration ins Antriebssystem sind den Möglichkeiten kaum Grenzen gesetzt. st

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