Antriebstechnik
„Spaß an der Optik“
handling: Herr Hartung, Sie haben das Design des Servoreglers L-force Drives 9400 von Lenze entwickelt. Welche Überlegungen und Arbeitsschritte standen am Anfang?
Hartung: Ziel des Designs war es, die neue Philosophie L-force ästhetisch zum Ausdruck zu bringen – attraktiv, hochwertig. Die Optik soll Spaß machen. Am Anfang steht dabei der Zeitgeist. Wir haben angefangen, die Vision des neuen 9400 zu entwickeln. Wie muss ein innovativer Servo-Umrichter aussehen? Welche Schwerpunkte beziehungsweise Akzente setzen wir beim Design mit den zur Verfügung stehenden Mitteln? Was will der Kunde? Dann werden zunächst viele unterschiedliche Design-Skizzen entwickelt, aber immer auf eine Übertragbarkeit des Designs auf weitere Bauformen geachtet. Diese Entwürfe wurden mehrfach verändert und schließlich haben wir gemeinsam eine Linie für das Design festgelegt und auf die Serie übertragen.
handling: Wie charakterisieren Sie das Design dieses Servoreglers?
Hartung: Das Design verbindet Hochtechnologie und Alltagstauglichkeit. Nichts soll die Leistung in den Hintergrund stellen. Die Differenzierung gegenüber dem Vorgänger ist natürlich beabsichtigt. Die Servoregler sind mit einem Montagesockel ausgestattet, der bequem in den Schaltschrank eingebaut und verdrahtet werden kann. Dann wird im nächsten Schritt das Hauptgerät einfach über Führungen eingeschnappt. Das Design unterstützt diesen Handlungsstrang.
handling: Welche Bedeutung hat die Ergonomie?
Hartung: Die Ergonomie ist ein entscheidender Faktor beim Design des Interieurs. Die Usability wurde von uns nach Erkenntnissen der Ergonomie entwickelt. Die Auswurfhebel an den Modulen und der Backplane bieten perfekten Halt und lassen sich optimal bedienen, gerade wenn man berücksichtigt, dass mehrere Geräte im Achsverbund stehen. Der Austausch von Geräten oder Modulen ist mit einfachen Handgriffen erledigt.
handling: Inwieweit muss das Design auch technische Lösungen berücksichtigen?
Hartung: Wir müssen als Designer Vorschläge für technische Lösungen mit anbieten, sonst lassen sich unsere Zielvorstellungen nicht realisieren. Es wäre nicht ausreichend, wenn wir nur die „Verpackung“ anbieten, ohne den Ansatz einer technischen Lösung. Entscheidend ist die Kommunikation zwischen Ingenieuren und Designern – und die ist hier bei Lenze sehr gut und konstruktiv.









