Antriebstechnik
Für mindestens drei Antriebe im Verbund
ist das neue Mehrachs-Antriebssystem Combivert H6 von KEB konzipiert. Die modular aufgebaute Gerätefamilie ist zugeschnitten für Applikationen, in denen mindestens drei Antriebe im Verbund arbeiten. Beispiele dafür sind Robotik- und Handlingssysteme, Verpackungsmaschinen, Regalbediengeräte oder Bearbeitungszentren für Holz, Metall und Kunststoff. Komfortable Handhabung, kompakte Bauform, leichte Skalierbarkeit in Funktion und Leistung, DC-Zwischenkreisverbund sowie integrierte Sicherheitstechnik schaffen die Grundlage, um mit der Neuentwicklung intelligente Mehrachs-Antriebssysteme maßgeschneidert zu realisieren. Das Steuerungsmodul lässt sich dafür als Soft-SPS in den Sprachen der IEC 61131-3 frei programmieren und beinhaltet für die Ethernet-basierte Echtzeitkommunikation einen EtherCAT-Feldbusmaster.
Alle Module sind in Höhe und Tiefe identisch, die Gehäusebreiten vergrößern sich entsprechend der Leistung in klaren Sprüngen. Deshalb lässt sich mit diesem System erheblich Platz im Schaltschrank einsparen. Damit die Leistungsteile und Kondensatoren angesichts einer möglichst langen Lebensdauer auch unter Volllast einen „kühlen Kopf“ behalten, ist das Mehrachs-Antriebssystem mit so genannten „Flat-Rear-Kühlplatten“ ausgestattet. Sie führen die Verlustwärme der wie in einem Bücherregal aneinander gereihten Module auf direktem Weg über durchzusteckende Summenkühler aus dem Schaltschrank heraus.
Ein weiteres Highlight von KEB auf der SPS-Messe sind die neuen Varianten der Umrichterserie Combivert F5, die das präzise Regeln von Synchron- und Asynchronmotoren ohne Rückführung bis zu einer Leistung von 800 kW ermöglichen. Die echte Feldorientierung ohne Encoder wurde möglich durch die Verwendung modernster Simulationstechniken, die ihrerseits als neue Regelalgorithmen in die Gerätesoftware mit eingeflossen sind.
Die Vorteile liegen auf der Hand: exakte Drehzahl- und Drehmomentcharakteristik mit sinkenden Kosten durch den Wegfall von Gebern, Interfaces und Kabeln. Ferner erhöht sich die Betriebssicherheit, da keine potenziellen Störquellen das Gebersystem beeinflussen können. Dabei steigen auch die Einsatzmöglichkeiten, dann nämlich, wenn höchste Drehzahlen oder Drehmomente – zum Beispiel bei Spindel- oder Torqueantrieben - den Einsatz von Encodern aus mechanischen Gründen zu einer kritischen Größe werden lassen. st








