Schnell und kosteneffizient

Andreas Mühlbauer,

Muster und Serienbauteile mit dem 3D-Drucker gefertigt

Noch vor einigen Jahren wurde 3D-Druck überwiegend im Prototypenbau eingesetzt. Das hat sich inzwischen verändert. Durch die Verwendung immer besserer Drucker und Materialien entstehen mithilfe dieser Technologie funktionsfähige Bauteile. Inzwischen hat sie sich sogar als wirtschaftliche Alternative in der Kleinserienfertigung etabliert. Auch die Antriebsexperten von Groschopp nutzen die Vorteile des 3D-Drucks.

Die Antriebsexperten von Groschopp nutzen die Vorteile des 3D-Drucks im Prototypenbau und für die Fertigung von Kleinserien. © Groschopp

Die Motoren, Getriebe und Regler von Groschopp sowie sämtliche Antriebskomponenten und Bauteile werden am Standort Viersen konstruiert und gefertigt. Der Bereich Forschung & Entwicklung ist die Grundlage für die Entstehung innovativer und erfolgreicher Antriebskonzepte. Im hauseigenen Labor und Musterbau werden die Produkte laufend getestet und weiterentwickelt.

Groschopp nutzt 3D-Druck unter anderem in der Kleinserienfertigung und stellt damit Bauteile für seine Motoren her. © Groschopp

Das Unternehmen nutzt 3D-Druck für die Fertigung von Prototypen und Mustern – aber auch für die Herstellung von Serienbauteilen für seine Motoren und Getriebe sowie Montagevorrichtungen. Bereits 2012 verwendete Groschopp einen FDM-Drucker (Fused Deposition Modeling) für den robusten, temperaturbeständigen Kunststoff ABS. Heute verfügt der Hersteller über einen modernen MSLA-Drucker (Masked Stereolithography Apparatus) – ein Harz-3D-Drucker, der UV-Licht durch eine LCD-Maske projiziert, um flüssiges Kunstharz (Resin) schichtweise zu härten. Damit sind die Antriebsspezialisten in der Lage, Teile mit unterschiedlichen Werkstoffen und Eigenschaften zu drucken. „Ein großer Vorteil dieser Technologie ist die schnelle Verfügbarkeit,“ erklärt Alexander Klupp, Konstruktionsleiter bei Groschopp. „Entwicklungsprojekte können zügiger abgeschlossen und Kunden schneller mit Mustern beliefert werden – dasselbe gilt auch für Kleinserien, bei denen die Anfertigung eines Werkzeugs nicht wirtschaftlich wäre.“

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Welche Rolle spielt 3D-Druck in der Zukunft?

„In Zukunft werdenProdukte aus dem 3D-Drucker im verstärkten Maße konventionell gefertigte Teile ersetzen, wenn auch nicht vollständig verdrängen“, so Klupp. „Sowohl die Drucker als auch die benötigten Materialien sind preisgünstiger geworden, sodass sich 3D-gedruckte Teile inzwischen kosteneffizient fertigen lassen.“ Ein weiterer Vorteil ist, dass sie sich freier gestalten lassen als in der konventionellen Fertigung. Selbst komplexe Bauteile lassen sich mit 3D-Druck schnell, einfach und mit wenig Material herstellen – ohne Abstriche bei der Funktionalität machen zu müssen – das ist vor sowohl im Prototypenbau als auch in der Kleinserienfertigung von Vorteil. Außerdem kann die Anzahl der Teile reduziert werden, was wiederum die Fertigungs- und Montagekosten senkt.

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