KraussMaffei auf der Formnext 2025

Annina Schopen,

Modulare Roboterzelle für großformatigen 3D-Druck

KraussMaffei präsentiert auf der Formnext mit PowerPrint Flex eine modulare, robotergestützte 3D-Drucklösung für großformatige Bauteile und Werkzeuge. Das System kombiniert Extrusionstechnologie mit flexibler Zellarchitektur.

KraussMaffei präsentiert auf der Formnext vom 18.-21. November 2025 mit PowerPrint Flex eine modulare 3D-Druck-Lösung. © KraussMaffei

Von Design-Sitzmöbeln über automobile Dünnwandbauteile bis zum Werkzeug für das Resin-Transfer-Molding-Verfahren (RTM): Der industrielle 3D-Druck erobert Bereiche mit unterschiedlichen Anforderungen. Mit PowerPrint Flex, die Roboterlösung von KraussMaffei, steht dafür ein System bereit, das Flexibilität bietet. Das System kombiniert die Extrusionstechnologie des Unternehmens mit einer modularen Architektur und ermöglicht Herstellern Gestaltungsfreiheit bei Designs und Materialien. Mit dem PowerPrint Flex können Fertigungszellen skaliert und individuell an die Bedürfnisse des Kunden angepasst werden.

Ein Dünnwandbauteil entsteht

Auf der Messe Formnext zeigt KraussMaffei, wie mit dem PowerPrint Flex ein Heckdiffusor für ein Sportfahrzeug aus kohlefaserverstärktem Polycarbonat entsteht. Der großformatige 3D-Druck ermöglicht die schnelle und werkzeuglose Fertigung großflächiger und dünnwandiger Bauteile mit hoher Steifigkeit und Präzision – ideal für funktionale Prototypen und Designstudien. So lassen sich Designänderungen unmittelbar umsetzen, Entwicklungszeiten verkürzen und Kosten reduzieren.

PrintCore - Extruder für die industrielle additive Fertigung © KraussMaffei

Die Standardausstattung des PowerPrint Flex umfasst neben der Zelle einen Comau-N-170-Roboter, wobei hier vielfältige Anpassungen möglich sind. Das Druckbett misst 2500 x 2000 mm, kann auf 180 °C aufgeheizt werden und verfügt über 16 Vakuumzonen für die Druckplatten. Der von KraussMaffei eigens entwickelte Extruder PrintCore 35-25 ermöglicht je nach verwendeter Materialversorgung Austragsmengen von 30 bis 70 Kilogramm pro Stunde. Durch die maximale Schmelzetemperatur von 400 °C lassen sich auch anspruchsvolle faserverstärkte Thermoplaste und Hochleistungspolymere verarbeiten, wodurch sich das System für Anwendungen in der Automobilindustrie oder Luft- und Raumfahrt ebenso eignet wie für die Werkzeugherstellung und allgemeine Industrieprojekte.

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Integration des Roboters in modulare Fertigungssysteme

PowerPrint Flex nutzt für die Steuerung des Sechs-Achs-Roboters das Sinumerik-One-System von Siemens. Diese Steuerung ermöglicht eine durchgängig vernetzte, präzise und dynamische Bewegungsführung. Dank des modularen Systemaufbaus lässt sich PowerPrint Flex in bestehende Fertigungsumgebungen integrieren und um zusätzliche Funktionen erweitern, beispielsweise durch Drehtische oder Fräszentren. So entstehen vollständig entwickelte Lösungen, die optimal auf den jeweiligen Produktionsprozess abgestimmt sind.

KraussMaffei auf der Formnext: Halle 12.1, Stand E119

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