Additive Fertigung
Werkzeuge in 3D generieren
TDM Systems, Anbieter vom Software zur Organisation von Werkzeugdaten und Betriebsmitteln, zeigte auf der Messe EMO ein interessantes Tool: Anwender, die mit NX Unigraphics arbeiten, können damit 3D-Werkzeuggrafiken direkt in dem CAD/CAM-System generieren.
Mussten bisher die Daten von Präzisionswerkzeugen zum Bohren, Drehen und Fräsen manuell erfasst werden, übernimmt dies nun erstmals ein integriertes 3D-Tool. „Der Zeitgewinn gegenüber der manuellen Dateneingabe und Grafikgenerierung ist enorm und liegt bei bis zu 90 Prozent“, versichert TDM-Geschäftsführer Jürgen Auer. „Wir haben sämtliche Werkzeugdaten für Standard-Drehwerkzeuge nach ISO und Dreh-Halter nach Capto in unserer Datenbank hinterlegt. Außerdem die Standard-Fräswerkzeuge der beiden Hersteller Coromant und Walter“, erläutert Auer. Bis zum Jahresende soll auch der Großteil an Bohrwerkzeugen der beiden Werkzeughersteller erfasst sein.
Die Werkzeugauswahl erfolgt mittels grafischer Suchfunktion direkt in der TDM-Datenbank. NX-Anwender sollen schnell alle erforderlichen Daten, Maße und Geometrien für ein Werkzeug finden. Über eine Online-Verbindung gelangen sie unmittelbar in das CAD/CAM-System. Dort wird aus den Daten automatisch ein 3D-Werkzeugmodell im NX-Format generiert. Parallel dazu legt der Daten- und Grafikgenerator die Werkzeugdaten und -grafiken in der Datenbank an. Da die 3D-Werkzeuge aufgrund der realen Werkzeugdaten erzeugt werden, sind sie maßstabsgetreu und absolut simulationsgerecht. So lässt sich beispielsweise eine Fräsbearbeitung realitätsnah simulieren und Kollisionsbetrachtungen damit anstellen. „Da wir ebenso schneidende und nicht schneidende Teile simulieren, entsprechen Kollisionssimulationen den tatsächlichen Gegebenheit in der Produktion. Der Anwender erkennt eine mögliche Kollision bereits am Modell, kann dementsprechend reagieren und erhöht somit die Prozesssicherheit“, versprechen die Tübinger.sg








