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Artikel und Hintergründe zum Thema

Additive Fertigung

Pneumatische Muskelkraft

Verpacken von pharmazeutischen Produkten ist das Kerngeschäft von Mediseal. Zur Funktionsoptimierung ist im Kartonierer P1600 ein pneumatischer Muskel von Festo integriert worden – mit dem Effekt, dass die sichere Separierung der Faltschachteln mechanisch einfacher und sogar schneller vonstatten geht.

Der Ruf nach höheren Taktzahlen hallt auch in der Pharma- und Kosmetikindustrie. Ein gewissenhafter Zuhörer ist die Firma Mediseal, die Verpackungsmaschinen für Blister und Siegelrandbeutel sowie Kartonierer herstellt. Mit der Kartoniererfamilie P1600 und P3000 ist dem Unternehmen eine ideale Kombination aus Leistung, Platzbedarf und Flexibilität geglückt. Aufgrund der getakteten Arbeitsweise benötigen die Horizontal-Kartonierer nicht nur ein Minimum an Stellfläche, sondern auch nur wenige Formatteile, die darüber hinaus – ohne die Verwendung von Werkzeugen – schnell und modular tauschbar sind.

Pneumatisches Highlight

Ein pneumatisches Highlight ist das Zuführsystem der Einzelkartons. Konstruktiv interessant ist es, dass sich mit Einsatz des pneumatischen Muskels MAS die Baugruppe wesentlich vereinfacht, zugleich aber leistungsstärker zeigt. In der Kartonvereinzelung taktet der Zugzylinder schneller als die vorhergehende Bauweise mit einer Kurvenscheibe. In dieser Anwendung sind bis zu 300 Takten/Min möglich. Die Spitze, die die Kartonzuschnitte freigibt, bewegt sich dabei mehrere Millimeter. Die kleine Bewegung, die hohe Masse und die hohe Geschwindigkeit sind ein idealer Anwendungsfall für den dynamischen MAS-Zylinder. Ein Antrieb der anderen Art, der in seiner Funktion die Baugruppenanzahl der Kartonvereinzelung reduziert und damit günstiger werden lässt.

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Eine typische mechatronische Aufgabe im Kartonierer ist das dezentrale servomotorische Antriebskonzept, das von einer virtuellen Achse angesteuert und geregelt wird. Alle funktionalen Einheiten sind von der Struktur her klar und einfach aufgebaut. Mechanisch bewegte Komponenten werden weitestgehend durch die Servotechnik realisiert.

Beim Verschließen der Kartons mit Heißleim kommt eine weitere Raffinesse zum Tragen, denn hier sind mehrere Antriebs- und Funktionsbewegungen in einem Takt von 400 ms gekoppelt. Um ein sicheres Abbinden des Leims zu gewährleisten, wird der Karton nicht nur zugedrückt, sondern auch einen Takt begleitet. In der Rastphase erfolgt zunächst das eigentliche Verschließen des Kartons mit einem stationären Andrücker. Währenddessen fährt der Schlitten, der gerade einen Karton begleitet hat, zurück in seine Ausgangsposition. Auf dem Schlitten befindet sich ein weiterer Andrücker, der die Leimlasche endgültig verschließt und fixiert. Gleichzeitig wird ein Mitnehmer hinter den Nocken des Kartontransportbandes geschwenkt, der den Schlitten in der nun folgenden Bewegung etwa 120 mm mitnimmt. hs

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