Coronavirus / Covid-19
Siemens öffnet AM Network für medizinische Anfragen
Zur Bewältigung der Corona-Pandemie stellt Siemens seine 3D-Druck-Plattform Additive Manufacturing Network (AM Network) zur Verfügung. Gleichzeitig schließt der Konzern seine Anlagen an, um bei Bedarf und Eignung benötigte Komponenten zu drucken.
Im April 2018 startete Siemens das Additive Manufacturing Network. Als Online-Plattform für Zusammenarbeit stellt sie Anwendern in der Fertigungsindustrie weltweit Know-how, Wissen, digitale Werkzeuge und Produktionskapazitäten für den industriellen 3D-Druck zur Verfügung.
Jetzt öffnet der Konzern die Plattform für die Abwicklung der Design- und Druckanfragen von Ärzten, Krankenhäusern und Medizintechnikherstellern. Denn unter Dauerbenutzung kommt es bei medizintechnischen und medizinischen Geräten zu Verschleiß, so dass Teile ersetzt werden müssen. Ziel der Initiative von Siemens ist es, einen schnellen und unkomplizierten 3D-Druck von Ersatzteilen wie Ventilatoren zu ermöglichen.
Kostenloser Zugang für Medizinbranche
Ärzte, Krankenhäuser und Organisationen, die medizinische und medizintechnische Teile benötigen, können sich ab sofort kostenlos beim AM Network anmelden. Gleiches gilt für Designer und Service-Provider mit Druckerkapazitäten, die für Medizinanwendungen zertifiziert sind. „In den letzten Jahren haben wir ein umfassendes Portfolio für den Bereich Additive Manufacturing entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgebaut und sind jetzt in der Lage, benötigte Komponenten schnell mit 3D-Druck herzustellen. Zur Unterstützung im Kampf gegen Covid-19 haben wir jetzt unser Additive Manufacturing Network geöffnet für Krankenhäuser und Gesundheitsorganisationen, die dringend medizinische Ersatzteile benötigen. So können deren Design- und Druckanfragen schnell und effizient bearbeitet werden“, sagte Klaus Helmrich, Mitglied des Siemens-Vorstands und CEO von Siemens Digital Industries.
Designer und Ingenieure stehen zur Verfügung
Für die Designanfragen stehen Designer und Ingenieure von Siemens zur Verfügung. Sie helfen dabei, Designanfragen in druckbare Dateien umzuwandeln. Die so designten Teile können anschließend von ebenfalls am Netzwerk angebundenen, medizinisch zertifizierten Service-Providern gedruckt werden.
Über das AM Network können auch Designer, Ingenieure und Servicedienstleister mit 3D-Druckern ihre Expertise einbringen. Neben den 3D-Druckern von Siemens stehen also auch das Know-how sowie zahlreiche Drucker von Partnerunternehmen über das Netzwerk zur Verfügung.










