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Artikel und Hintergründe zum Thema

Größerer Arbeitsraum, bessere Sicht

Annina Schopen,

Joke entwickelt Arbeitsstation zur 3D-Druck-Nachbearbeitung weiter

Der Oberflächenexperte Joke Technology hat seine Arbeitsstation zur Nachbearbeitung von 3D-Druck-Erzeugnissen – die Eneska Postprocess – weiterentwickelt: Die neue Generation bietet einen größeren Arbeitsraum, ein optimiertes Handling und ist ergonomischer. Aktuell wird das Gerät an die ersten Kunden ausgeliefert.

Dank großem Arbeitsraum bietet die Eneska Postprocess Freiheit für ergonomisches Arbeiten, bei hoch wirksamer Absaugung von Spänen und Stäuben. © Joke

Mit der Eneska Postprocess hat Joke Technology 2019 eine Arbeitsstation auf den Markt gebracht, die es ermöglicht, 3D-Druck-Erzeugnisse in einem geschlossenen Arbeitsraum mit Sichtfenster mittels abgedichteter Handeinlässe sicher nachzubearbeiten. Dafür kann die Eneska Postprocess mit vielen elektrischen und pneumatischen Werkzeugen ausgestattet werden. Während der Bearbeitung hat der Anwender keinen direkten Atemluftkontakt mit dem 3D-Druck-Erzeugnis. Anfallende lungengängige Pulver und Stäube werden abgesaugt, materialgerecht gefiltert und sicher zur Entsorgung eingesammelt. Je nach Material werden so auch potenziell lebensbedrohliche Explosionen und Verpuffungen vermieden.

50 Prozent größerer Arbeitsraum

Diese Arbeitsstation hat Joke jetzt weiterentwickelt. „Wir haben auf die Ursprungsversion der Eneska Postprocess viel positives Feedback erhalten“, erzählt Max Fielenbach, Product Manager für den Bereich Additive Manufacturing / 3D printing bei Joke. „Mit der neuen Generation reagieren wir jetzt auf die Entwicklungen der letzten Jahre, in denen additiv gefertigte Bauteile immer größer geworden sind. Und auch weitere Kundenwünsche sind eingeflossen.“ Die neue Entwicklungsstufe der Eneska Postprocess hat einen mehr als 50 Prozent größeren Arbeitsraum von jetzt 560 Litern. Dieser ermöglicht es, auch großvolumige Bauteile mit einem Maximalgewicht bis zu 250 Kilogramm zu bearbeiten. Der neu hinzugewonnene Bewegungsraum erlaubt zudem den Einsatz größerer Bearbeitungswerkzeuge. Dabei braucht die neue Generation kaum mehr Stellfläche: In der Länge und Breite ist sie lediglich zehn Zentimeter größer als das Ursprungsmodell. Und auch das Gewicht ist gleichgeblieben.

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Erst nachdem das Signal nicht mehr rot leuchtet und die Frontklappe geschlossen ist, können die Geräte wieder genutzt werden. © Joke

Bessere Sicht, Beschickung von oben per Kran möglich

Eine der auffälligsten Neuerungen ist die großzügig dimensionierte, jetzt vollverglaste vordere Hauptklappe der Eneska Postprocess: Die große Panoramafläche aus Verbundsicherheitsglas mit einem horizontal durchgehenden „Knick“ soll dem Anwender einen optimalen Blick auf das Bauteil bieten und die eigene Arbeit und ist gleichzeitig sehr stabil – selbst, wenn Materialreste mit voller Wucht dagegen treffen, so der Hersteller. Damit auch sehr großvolumige Bauteile ohne Hindernis mit dem Gabelstapler oder Kran in die Arbeitsstation geladen werden können, lässt sich nicht nur die Hauptklappe vorne, sondern jetzt auch der Deckel oben öffnen.

Um die Reinigung und Entsorgung weiter zu optimieren, ist die neue Version der Arbeitsstation zudem mit einer herausziehbaren Schublade ausgestattet, in der Supportreste und Abtragspäne gesammelt werden. So kann der Anwender sie unkompliziert entsorgen. Eine zusätzliche Neuerung, die das Handling der Eneska Postprocess weiter verbessert, ist die im Rückraum integrierte, auf Rollen fahrbare Absaug- und Filtereinheit, die auch ohne Gabelstapler bequem bewegt werden kann. Verändert wurde auch das Schließverfahren der Hauptklappe, das nun mit elektromagnetischen Zuhaltungen arbeitet: Erst bei sicherem Schließstand zeigen die Kontrollleuchten „bereit“ an und geben die Bearbeitung frei. Neue, um 50 Prozent größere Handeinlässe, positioniert nach den neuesten DGUV-Vorschriften, verbessern zudem die Werkzeugbedienung im Inneren und machen die neue Generation noch ergonomischer.

Große Neuerung: Die große Frontklappe ermöglicht die Beschickung durch Kräne oder Gabelstapler. © Joke

Gebaut wird das Chassis der Eneska Postprocess am Joke-Standort Bergisch Gladbach bei Köln in Kooperation mit dem Schwesterunternehmen Joke Mechanix. Anschließend wird sie mit Installationen, Steuerungen und Ausstattungen bestückt. Aktuell wird die Arbeitsstation bereits an Kunden ausgeliefert. Interessenten haben die Möglichkeit, einen Vorführtermin bei sich vor Ort zu vereinbaren, bei dem sie die Eneska Postprocess auch mit eigenen Bauteilen ausprobieren können. Dafür ist Joke Technology mit einem speziell ausgerüsteten Fahrzeug europaweit im Einsatz.

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