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Simple Physikgesetze

sagen wo es lang geht: Eine Verschraubung mit großer Nennweite benötigt ein hohes Anzugsmoment, wenn sie leckagefrei und stabil sein soll. Das sorgt zum Beispiel in hydraulischen Rohrleitungen von Maschinen und Anlagen oft für Probleme, weil man zum Verbinden und Lösen von Überwurfmuttern meist Werkzeuge mit sehr langem Hebelarm benötigt. Dieses Problem kann man lindern, indem man auf die Gewinde der Überwurfmuttern eine Silberbeschichtung aufbringt. Bei diesen Verschraubungen, die von der Volz-Gruppe unter der Bezeichnung Easy angeboten werden, reduziert sich das aufzubringende Drehmoment um 20 bis 30 Prozent. Nun stellt Volz auch Edelstahl-Überwurfmuttern vor, die ein nochmals geringeres Anzugsmoment benötigen, um eine sichere und dauerhafte Verbindung zu erzeugen. Damit wird das Problem des langen Hebelarms recht überzeugend gelöst. Möglich ist das durch eine Beschichtung, die die Reibung zwischen Rohrgewinde und Überwurfmutter in höherem Maße als die Silberbeschichtung reduziert. Zudem kann es bei der Low-Friction-Verbindung im Gegensatz zu Edelstahl-Verschraubungen nicht zu Kaltverschweißungen der Gewindegänge kommen. Daher ist dieses neue Verbindungssystem laut Hersteller ohne Einschränkung für Wiederholmontagen geeignet.

Ein Beispiel: Eine konventionelle Überwurfmutter für Hydraulikleitungen in Nennweite 38 benötigt ein Anzugsmoment von 540 Nm. Die Easy-Mutter gleicher Nennweite kommt mit 460 Nm aus; die Low Friction-Überwurfmutter braucht gar nur 380 Nm. Somit benötigt der Monteur weniger Platz zum Anziehen – und natürlich auch zum Lösen – der Verbindungen, so dass der Konstrukteur der Anlage oder der Planer des Leitungsnetzes weniger Rücksicht auf Werkzeuge mit langem Hebel nehmen muss. Darüber hinaus gestalten sich das Lösen und Verbinden der Muttern zeitsparender und angenehmer, ohne dass man Abstriche in Sachen Leckagesicherheit und Lebensdauer der Verbindung machen muss. ms

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