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Nichts verzieht sich

bei dem neuen dimensionsstabilen Hochtemperatur-Kunststoff in der PESU-Familie Ultrason von BASF. Er vereint laut Hersteller seine hohe Dimensionsstabilität mit einer guten Verarbeitbarkeit, wo sie bislang nicht zu vereinen war: Im Bereich der besonders temperaturbeständigen, thermoplastischen Kunststoffe. Das neue Mitglied der Familie der Polyethersulfone (PESU) zeichnet sich zwischen 120 und 220 °C nicht nur durch eine hohe Steifigkeit, sondern auch durch außergewöhnliche Maßhaltigkeit aus. Trotzdem ist es bei den Verarbeitungstemperaturen so niedrig viskos, dass es auch komplexe Spritzgießwerkzeuge zuverlässig füllt. Durch die hohe Fließfähigkeit konnte gegenüber klassischen PESU-Typen der Glasfasergehalt des Materials noch einmal gesteigert werden. Das macht das neue Material zu einer wirtschaftlichen Alternative etwa zu Polyetheretherketon (PEEK).

Während sich steife teilkristalline Hochtemperaturpolymere im Spritzguss oft verziehen, sind dimensionsstabilere amorphe Thermoplaste (PESU) schwieriger zu verarbeiten. In beiden Produktgruppen erhöhen sich diese Herausforderungen, sobald Glasfasern beigemischt werden.
Ein neuer Rezepturbestandteil in einer klassischen Ultrason E-Rezeptur leistet nun einerseits einen zusätzlichen Beitrag zur Steifigkeit bei hohen Einsatztemperaturen und steigert andererseits die Fließfähigkeit der PESU-Schmelze, ohne dabei die Dimensionsbeständigkeit des Materials merklich zu beeinträchtigen: Der E-Modul von Ultrason E Dimension erreicht selbst bei 120 °C Werte über 10.000 MPa und liegt damit in der Größenordnung von PEEK-/PPS-Compounds. Der thermische Ausdehnungskoeffizient des Ultrasons ist etwa so hoch wie der von Aluminium. Zwischen 25 und 200 °C zeichnet sich das neue Material im Gegensatz zu teilkristallinen Polymeren durch eine fast lineare, isotrope Wärmeausdehnung aus. Bei ähnlicher Leistungsfähigkeit ist es gegenüber anderen Hochleistungspolymeren häufig auch die deutlich wirtschaftlichere Alternative.

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Das Polymer kann gegenüber Alu vor allem seine einfachere Verarbeitung ausspielen, denn das Kunststoff-Bauteil muss nicht mit Bohrer oder Fräse nachbearbeitet werden. Potenziale liegen etwa bei Kolben, Schaltern und Zahnrädern, die Kontakt mit heißem Öl haben.ms

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