Zulieferer
Aus einem Stück
hergestellt werden Nahtlosrohre mit Hilfe einer Dornstange: Ein vorgelochter Stahlblock wird über die Dornstange durch kalibrierte Walzen zu einer Luppe, einem Vorprodukt des Rohrs, ausgewalzt. Hergestellt werden Dornstangen unter anderem von den Deutschen Edelstahlwerken in Witten, einem führender Hersteller von Edelstahllangprodukten, der dieses Produkt an fast alle Nahtlosrohrwalzwerke dieser Welt liefert.
Die Dornstange ist ein Fertigprodukt mit einem Durchmesser zwischen 50 und 350 mm. Die Lebensdauer ist dabei erstes Qualitätskriterium. Nur spezielle Warmarbeitsstähle kommen daher für die Herstellung in Frage. Welcher Werkstoff genau eingesetzt wird, hängt von den betrieblichen Anforderungen (Zugfestigkeit, Gefügeausbildung, Korngröße, Reinheitsgrad) ab. Die Deutschen Edelstahlwerke beliefern Stoßbank-, Konti-, Assel-, PQF-, FQM- und MPM-Rohrwalzwerke.
Mit der 2009 abgeschlossenen Modernisierung der Zurichtungshalle hat das Unternehmen die ideale Ausgangsposition geschaffen, um die rasante Entwicklung der Nahtlosrohrindustrie in den Boomländern mit einem vielfältigen Dornstangen-Angebot zu begleiten. Herzstück des Betriebes ist eine vollautomatische Feinrichtpresse, auf der die Dornstangen zunächst mit einer Genauigkeit von 0,5 mm pro Meter gerichtet werden. Was vorher je nach Dornstange sechs bis acht Stunden pro Dornstange dauerte, wird nun mit höherer Präzision vollautomatisch in nur 20 Minuten durchgeführt.
Die Zurichthalle beherbergt auch die Fertigbearbeitungsaggregate, an denen die Oberfläche der Dornstange geschält und geschliffen wird. An CNC-Drehmaschinen können die Enden bearbeitet werden. Handelt es sich um eine Stange für ein Stoßbankwalzwerk, verzundern die Deutschen Edelstahlwerke die Dornstange zusätzlich, denn die nichtmetallische Zunderschicht verhindert ein Verschweißen zwischen Rohr- und Dornstangenmaterial. PQF- und MPM-Dornstangen erhalten eine spezielle Endenbearbeitung und werden schließlich verchromt. ms







