Rallye Dakar 2017
Top 10 hatten GKN-Komponenten an Bord
Es gibt wohl keine Rallye-Veranstaltung auf der Welt, die gnadenloser zu Mensch und Material ist, als die Dakar Rallye. Tausende Kilometer über unbefestigte Straßen, verschiedene Klimazonen und Sandwüsten decken schonungslos jede Schwäche, insbesondere im Antriebsstrang, auf.
Wie GKN berichtet, setzten die meisten Teams auch auf Antriebskomponenten von GKN. Die Ergebnisse nach 12 Sonderprüfungen und mehr als 2.900 Kilometer Strecke bestätigen diese Entscheidung: Alle Siegerfahrzeuge in der Pkw Top 10 vertrauen auf GKN. Die Besonderheit darin ist, dass unter den ersten zehn Plätzen verschiedene Fahrzeugkonzepte vertreten sind, die die unterschiedlichsten Anforderungen an die Konstruktion stellen:
So hat der Dreifachsieger Peugeot auf einen sogenannten Buggy gesetzt: Diese Fahrzeuge fahren nur mit Hinterradantrieb, dafür sind sie leicht und bieten den längsten Federweg. Entsprechend sind die Gelenke für die Seitenwellen von GKN ausgelegt worden: Verschiebegelenke auf der Getriebe- und Festgelenke auf der Radseite, die extreme Beugewinkel erlauben und wenig Gewicht aufweisen. Außerdem bieten diese Gelenke den Vorteil relativ niedriger Lauftemperaturen, wozu auch noch ein von GKN entwickeltes Spezialfett mit beiträgt.
Mini (Platz 7 und 10) setzt hingegen auf den Vierradantrieb. Die konstruktiven Anforderungen der Allradler und die kürzeren Federwege machen die GKN VL-RF Gelenke zur ersten Wahl. Um den konzeptbedingten Gewichtsnachteil des 4x4 zur reduzieren, sind diese Gelenke gewichtsoptimiert und auf GKN-Profilwellen aufgesetzt, deren Stahl im doppeltem Vakuum erschmolzen wurde. Das ermöglicht höchste Festigkeit bei geringem Gewicht – Tieflochbohrungen reduzieren das Gewicht der Wellen zusätzlich.

GKN und EOS kooperieren
GKN Powder Metallurgy und EOS haben sich jetzt auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Wichtigste Ziele sind die Validierung neuer Werkstoffe und Bauteile sowie Ausbau der Marktposition.
Die Dakar lässt die Längswellen, insbesondere bei Allradfahrzeugen, besonders schnell ermüden. Daher setzt Mini auf GKN-Wellen, die durch die Verwendung speziell legierter Rohre einen erhöhten Ermüdungswiderstand aufweisen sollen.
Toyota (Platz 4, 5 und 9) hat seine Hilux Pick-ups ähnlich ausgelegt wie Mini und setzt daher auch auf die Verschiebegelenke des Zulieferers auf der Getriebeseite, die der anderen Balance des Hilux angepasst sind.
Zu den hervorragenden Ergebnissen bedarf es natürlich noch weiterer positiver Faktoren, wie die besondere Leistung der Fahrer und auch Glück. cs








