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Artikel und Hintergründe zum Thema

BFFT in Italien

Lamborghini setzt auf Elektronik-Knowhow aus Bayern

Der Fahrzeugtechnikentwickler BFFT, langjähriger Entwicklungspartner der AUDI AG, hat eine Niederlassung in Italien eröffnet. Die Elektronik-Spezialisten aus Ingolstadt sitzen nur einen Steinwurf vom Kunden Lamborghini entfernt.

Die italienische Niederlassung des Fahrzeugtechnikentwicklers BFFT in Sant’Agata Bolognese liegt in direkter Nachbarschaft zu Lamborghini. (Quelle: BFFT)

Wenn die Sonne scheint, wie so oft in Sant’Agata, einer Gemeinde der italienischen Provinz Bologna, können die BFFT-Mitarbeiter von ihrem neuen Büro aus zusehen, wie ein neuer Lamborghini produziert wird. Fast. Denn die im März 2015 gegründete BFFT Italia Srl hat ihren Sitz nur 400 m entfernt und damit in Sichtweite zum Stammwerk des berühmten Sportwagenherstellers.

Auch im bayerischen Ingolstadt, dem BFFT Hauptsitz, liegt der Kunde nicht weit ent-fernt: BFFT ist langjähriger Entwicklungspartner der AUDI AG. Im Rahmen dieser Partnerschaft bekam der Fahrzeugtechnikentwickler bereits vereinzelt Entwicklungs-aufträge für Lamborghini, das seit 1998 zu Audi gehört. So entwickelten die BFFT Ingenieure z.B. ein Rückfahrsystem für die italienischen Sportwägen.

2014 entsandte BFFT einen Mitarbeiter zu Lamborghini, um die italienischen Ingenieure vor Ort bei Planung und Integration von Elektrik (Verkabelung) und Elektronik (Steuergeräte) für die Modelle Aventador und Huracán zu unterstützen.

Aufgrund der guten Erfahrungen mit der BFFT-Entwicklungsarbeit kam bald darauf der Wunsch auf, die Zusammenarbeit zu intensivieren. Weiterer Antrieb war die zunehmende Elektrifizierung in Lamborghini-Modellen. Als Spezialist für Elektronik-Entwicklung, z.B. bei Fahrerassistenzsystemen, Elektrifizierung und Infotainment sowie mit sehr gutem Netzwerk innerhalb der AUDI AG ist BFFT daher der geeignete Partner.

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Markus Fichtner (CEO BFFT), Horst Schwarz (technischer Leiter BFFT Italia), Frank Fichtner (Geschäftsführer BFFT Italia & Bereichsleiter Technik BFFT) (v.l.n.r). (Quelle: BFFT)

„BFFT Italia macht uns als Arbeitgeber noch attraktiver, da wir unseren Mitarbeitern mehr Möglichkeiten für internationale Erfahrungen bieten“, so Frank Fichtner, Geschäftsführer der 100%-igen BFFT-Tochter. Der Zwillingsbruder des BFFT CEO Markus Fichtner ist Prokurist und Bereichsleiter Technik bei BFFT in Deutschland. Er wird in Italien von Horst Schwarz unterstützt, der die technische Leitung der Niederlassung übernimmt. Letzterer hat sich im Rahmen der Entsendung als Planer Elektrik/Elektronik ein gutes Netzwerk bei Lamborghini aufgebaut und spricht zudem Italienisch. BFFT sucht aktuell weitere Verstärkung für das Team in Italien, das in den nächsten Monaten von derzeit fünf auf bis zu 20 Mitarbeiter wachsen soll.

Bereits vor zwei Jahren gründete man BFFT of America im kalifornischen Belmont. Italien und Kalifornien mögen sich hinsichtlich der Sonnenstunden nicht viel nehmen. „Im Vergleich zur Anreise in die USA dauert der Flug zu unserer italienischen Niederlassung nur eine Stunde – ein wesentlicher Vorteil“, fügt Geschäftsführer Frank Fichtner augenzwinkernd an, der als leidenschaftlicher Italien-Fan auch sehr an Land und Leuten des neuen BFFT-Standorts interessiert ist.

Die BFFT Gesellschaft für Fahrzeugtechnik

... ist ein Fahrzeugtechnikentwickler mit dem Schwerpunkt Elektrik/Elektronik (BFFT = Behr Fichtner Fahrzeugtechnik). Das Unternehmen wurde 1998 gegründet und ist seitdem kontinuierlich gewachsen. Die aktuell rund 700 Mitarbeiter arbeiten am Stammsitz in Gaimersheim bei Ingolstadt (Bayern) sowie in weiteren Büros in Deutschland, China, England, Italien und USA. Das Leistungsspektrum mit Schwerpunkt Elektrik/Elektronik reicht von ersten Konzepten über prototypische und serienbegleitende Systementwicklungen bis hin zu deren Qualifizierung und Absicherung. Exemplarische Entwicklungsbereiche sind Infotainment-, Energie- und Fahrerassistenzsysteme sowie Connectivity. Seit einigen Jahren verfolgt das Unternehmen zudem den Transfer von Automotive-Technologien auf die Luftfahrt. Auftraggeber und Partner sind die internationale Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie deren Zulieferer. kf

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