Kullen-Koti-Chef Andreas Bruhn

„Individuell ist angesagt“

Seit April 2014 steht Andreas Bruhn als Geschäftsführer an der Spitze der deutschen Kullen-Koti GmbH in Reutlingen. SCOPE-Redakteur Michael Stöcker konnte ihn für ein Interview gewinnen und sprach mit ihm über die Strategie und Stärken des Unternehmens.

"Es gibt eigentlich kaum eine Branche, in der unsere Bürsten nicht vertreten sind – sei es zur Oberflächenbearbeitung, zur Reinigung, zum Abdichten, zum Zerstäuben oder zum statischen Ableiten", sagt Andreas Bruhn, Geschäftsführer der Kullen-Koti GmbH in Reutlingen.

SCOPE: Kullen-Koti gehört zu den großen internationalen Playern im Bereich der technischen Bürsten. Wie versuchen Sie sich von Ihren Wettbewerbern abzugrenzen?

Bruhn: Obgleich wir eines der größten Bürstenprogramme im Markt bieten, sehen wir uns eigentlich schon seit Jahren immer weniger als reiner Bürstenhersteller, der Produkte von der Stange liefert. Vielmehr definieren wir uns als kundenorientierter Problemlöser für zahlreiche verschiedene Branchen. Denn ausgehend von verschiedenen Fertigungsverfahren und auf der Basis unseres über mehr als 100 Jahre gewachsenen Bürsten-Knowhows sind wir heute in der Lage, innovative und maßgeschneiderte Spezial- und Sonderlösungen zu realisieren.

SCOPE: Können Sie unseren Leser dafür konkrete Beispiele nennen?

Bruhn: Die Welt der Bürsten ist grenzenlos. In der Automobil-Industrie werden ganz andere Ansprüche an eine Bürste gestellt als zum Beispiel in der Lebensmittel-Industrie, wo Hygiene eine dominierende Rolle spielt. Es gibt eigentlich kaum eine Branche, in der unsere Bürsten nicht vertreten sind – sei es zur Oberflächenbearbeitung, zur Reinigung, zum Abdichten, zum Zerstäuben oder zum statischen Ableiten. Wir fertigen sogar Bürsten zur Massage von Kühen! Auch bei der Herstellung von Entgratbürsten für die Luftfahrtechnik oder den Motorenbau, speziell etwa für das Entgraten von Sinterbauteilen, haben wir die Nase vorn. Ein weiteres starkes Gebiet von Kullen-Koti ist die Fertigung von Walzenbürsten mit einem hochdichten Besatz aus Edelstahldraht, die als hochtemperaturbeständige und hoch belastbare Transportrollen in den Glühöfen der Aluminium und Stahl verarbeitenden Industrie zum Einsatz kommen. Diese Walzenbürsten liefern wir einbaufertig, also komplett mit Welle, an die Ofenbauer.

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SCOPE: Wie gelingt es Ihnen denn, bei dieser enormen Anwendungsbreite die Kundenorientierung im Auge zu behalten?

Bruhn: Das erreichen wir durch die optimale Kombination von drei Faktoren. Erstens: Ein kompetentes Vertriebsteam; unsere Kunden werden von unserem Außendienst beziehungsweise Vertretungen im Ausland umfassend betreut. Unsere Fachberater stehen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Zweites: Durch unser eigenes Testzentrum. Hier gehen wir der optimalen Bürsteneigenschaft systematisch auf den Grund. Welches Material, welche Bürstenform, und welche Borstenlänge kommen in Frage? Gerade in der Fertigung sind wir besonders flexibel. Und drittens: Unser Know-How – unsere jahrelange Erfahrung hilft uns dabei, schnell eine Lösung für unseren Kunden zu finden.

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