Workshop bei Okuma

Verzahnungen inhouse fertigen

Veranstalter Okuma hieß bei seinem diesjährigen Sommer-Workshop mehr als 200 Besucher im europäischen Hauptquartier in Krefeld willkommen. Die Veranstaltung „Gear Up“ wurde in Kooperation mit dem schwedischen Werkzeughersteller Sandvik Coromant ausgerichtet.

Voller Erfolg für Okuma und Sandvik Coromant: Über die drei Veranstaltungstage hinweg nahmen über 200 Besucher am Workshop teil.

In zahlreichen Demonstrationen präsentierten die Gastgeber Möglichkeiten, um Verzahnungen ökonomisch auf Okuma Multitasking-Maschinen herzustellen.

Okuma und Sandvik Coromant demonstrierten die neuesten Lösungen für die Verzahnungsbearbeitung auf fünf-Achsen Dreh-/Fräszentren.

Immer mehr Hersteller überlassen die Bearbeitung von Verzahnungen Drittanbietern, in dem Glauben, nur so Qualität und Produktivität in Einklang bringen zu können. Mit ihrem dreitägigen Workshop machten es sich Okuma und Sandvik zur Aufgabe, die Verzahnungsherstellung zurück in die heimische Produktion ihrer Kunden zu bringen.

Verglichen mit einer Spezialmaschine zur Verzahnungsbearbeitung bieten Dreh-/Fräszentren von Okuma mehr Flexibilität, höhere Präzision und eine kostengünstigere Fertigung. Zum Beispiel wurden für das Abwälzfräsen bislang häufig zusätzliche Sondermaschinen benötigt. Eine vor-Ort Demonstration an der MULTUS B750 zeigte jedoch, dass Okuma Multitasking-Maschinen dieser Aufgabe mehr als gewachsen sind. So ermöglicht die Option für das Abwälzfräsen die effiziente Fertigung von Steckverzahnungen und Zahnrädern. Durch Einsatz eines Wendeplattenfräsers wie dem CoroMill 176 von Sandvik Coromant sind Schruppen und Vorschlichten in nur einer Aufspannung möglich. Dank der höheren Schnittgeschwindigkeiten beim Einsatz von Hartmetall schlägt diese Methode dabei die Bearbeitung mit HSS-Fräsern auf Sondermaschinen um Längen.    

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Durch Dreh-/Fräszentren wie das Okuma MULTUS U4000 entfällt die Notwendigkeit zusätzlicher Machinen für die Bearbeitung von Verzahnungen.

Die Workshop-Teilnehmer zeigten sich insbesondere von der Demonstration des Power Skiving beeindruckt. Die leistungsfähige Walzschälanwendung wurde auf einer Okuma MULTUS U4000 Multitasking-Maschine demonstriert. Die MULTUS U Serie erlaubt die Bearbeitung von Zahnrädern und anderen rotationssymmetrischen Komponenten in nur einer Aufspannung. Dadurch ermöglicht das Power Skiving auf einem Dreh-/Fräszentrum eine höhere Werkstückqualität, da mehrere Aufspannungen zu Positionierungsfehlern und anderen geometrischen Abweichungen bei der Bearbeitung von Steckverzahnungen, Antriebsritzeln und Zahnrädern führen können. Die Okuma OSP CNC-Steuerung bietet unterdessen mit der OSP suite eine leicht bedienbare Software, mit der sich Anwendungen zum Wälzfräsen und Wälzschälen schnell und einfach programmieren lassen.

Wegen der Komplexität geschwungener Kegelzahnräder sind für deren Fertigung bislang zusätzliche Bearbeitungszentren, teure Werkzeuge und mehrere Aufspannungen nötig gewesen. Die Demonstration an dem Okuma Bearbeitungszentrum MU-8000V-L zeigte jedoch eindrucksvoll, dass die Kombination von Drehoperationen und 5-Achsen-Fräsoperationen eine effiziente und hochpräzise Fertigung von Spiralkegelrädern ermöglicht. 

Okuma und Partner Sandvik Coromant stellten ferner das patentierte InvoMilling Verfahren vor. Der Prozess eignet sich insbesondere bei kurzen Vorlaufzeiten und kleinen bis mittleren Losgrößen für die Fertigung von gerad- und schrägverzahnten Rädern und Steckverzahnungen. Mit dem InvoMilling 1.0 Paket lassen sich die benötigten Programme schnell und sicher generieren, um die 5-Achsen-Fähigkeiten der MULTUS U4000 voll zu nutzen. Die Applikation erlaubt die Produktion einer Reihe unterschiedlicher Verzahnungsarten mit demselben Werkzeugsatz. Dadurch lassen sich Einrichte- und Vorlaufzeiten minimieren und der Werkzeugbestand kann drastisch reduziert werden. In Kombination mit dem InvoMilling-Paket bietet die Okuma MULTUS U4000 Lösungen für den gesamten Fertigungsprozess, einschließlich Schlichten und Entgraten.

Über drei Veranstaltungstage hinweg begrüßten Okuma und Sandvik Coromant 221 Gäste aus 15 Ländern und aus den unterschiedlichsten Branchen. Insbesondere die Verbindung der theoretischen und praktischen Inhalte stieß auf großen Zuspruch bei den Besuchern. Im Anschluss an die Demonstrationen nutzten die Workshop-Teilnehmer die Gelegenheit für individuelle Diskussionen mit den Experten von Okuma und Sandvik Coromant und rundeten so eine informative und spannende Veranstaltung ab.

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