Zerspanen
Völlig fertig
ist der Toolox 44 – nach Herstellerangaben ist er der härteste „fertige“ Werkzeugstahl der Welt. Obwohl hart und formstabil, lässt er sich gleichzeitig gut maschinell bearbeiten. Die hohe Reinheit und gute Zähigkeit werden durch das Konzept mit geringem Kohlenstoffgehalt erreicht. Toolox 33 und Toolox 44 sind Güten einer neuen Generation von Vergütungs-, Nitrier- und Werkzeugstählen.
Toolox ist im Lieferzustand bereits durchvergütet, was zusätzlichen Aufwand ersparen kann. Tafeln in Stärken von sechs bis 165 Millimeter werden verarbeitungsfertig geliefert. Der Werkzeugstahl soll sich problemlos mit allen gängigen Trenn- und Spanverfahren bearbeiten lassen. Beide Güten eignen sich auch für das Elektroschlacke-Umschmelzverfahren (ESU), ein metallurgisches Verfahren zur Herstellung von Stählen mit hoher Reinheit und fehlerfreiem Gefüge.
Die 33er Version hat eine ungewöhnliche chemische Zusammensetzung. Der Unterschied in der Legierung besteht laut Hersteller darin, dass der Kohlenstoff- und Schwefelanteil stark verringert worden und der Siliziumanteil höher sei. Der geringe Kohlenstoffgehalt führe zur Bildung von 30 Prozent weniger Karbiden, was auch die gute Bearbeit- barkeit erkläre.
Toolox 33 besitzt eine bessere Eignung zur maschinellen Bearbeitung. Der Werkstoff lässt sich gut erodieren, ätzen, polieren und schweißen. Er eignet sich auch zum Brennschneiden, was in einigen Fällen den Bearbeitungsaufwand und den Materialeinsatz verringern könnte. Entsprechende Bearbeitungsrichtlinien hält der Hersteller bereit. Das Einsatzspektrum reicht von Maschinenbaukomponenten über Form- und Biegewerkzeuge bis hin zu Konstruktions- und Verschleißteilen. Seine mechanischen Werte, verbunden mit der guten Formstabilität machen den harten Stahl auch zu einer Alternative für Vergütungs- und Nitrierstähle.
Für Toolox 44, so der schwedische Stahlspezialist, gäbe es im Bereich Werkzeugstähle zurzeit kein Pendant auf dem Markt, das hinsichtlich der Härte mit diesem Werkstoff vergleichbar wäre. Dessen maschinelle Bearbeitbarkeit, Schweißeignung und Polierbarkeit seien gewährleistet - als Verschleißstahl auch bei Arbeitstemperaturen von 250°C bis 600°C. lg



