Zerspanen

Das Spannen eines Werkstücks

auf dem Maschinentisch generiert bekanntlich Nebenzeiten, und die sind unbeliebt. Doch der Automatisierung waren bisher Grenzen gesetzt, sobald unterschiedliche Teile im Spiel waren. Ein spezielles Spannsystem von Allmatic mit einem großen Spannhub bis 60 Millimeter öffnet aber nun die Türe zum Bestücken von Spanntürmen mittels eines Roboters. Eleganterweise sinkt im Rahmen der kontinuierlichen Fertigung gleichzeitig die Anzahl der benötigten Paletten. Denn durch den breiteren Spannbereich lassen sich nun Werkstücke mit verschiedenen Abmessungen automatisch spannen.

Der Turm der Palette ist auf jeder der vier Seitenflächen mit drei hydraulischen Spannelementen bestückt, kann also insgesamt zwölf Werkstücke aufnehmen. Jedes Spannelement wird per SPS und Wegeventil betätigt, wenn der Roboter dort einen Be- oder Entladevorgang vornimmt: Sobald er das Teil greift, wird der Spanndruck abgeschaltet und das Werkstück kann entnommen werden. Der Roboter reinigt das Spannelement mittels Druckluft von Spänen sowie anderen Verunreinigungen und legt ein neues Teil ein. Die Spannbacke schließt sich, klemmt das Werkstück und der Roboter kann das nächste Spannelement bestücken.

Es besteht aus einem Grundkörper mit Festbacke am oberen Ende. Am unteren Widerlager ist der Kolben der Spannvorrichtung befestigt. Der Schlitten mit der beweglichen Backe bildet gleichzeitig den Zylinder der hydraulischen Spann­einheit. Im drucklosen Zustand hält eine Feder den Schlitten in voll geöffneter Position. Die Hydraulikversorgung des Spannsystems erfolgt über Bohrungen in den Seitenplatten des Spannturms und wird durch einen Druckschalter überwacht. Da Roboter, Hydraulikaggregat und Spannsystem gleichermaßen durch die SPS-Steuerung kommandiert werden, lassen sich im Rahmen des vorgegebenen Hubbereiches unterschiedliche Werkstücke am Palettenturm fixieren.rm

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