Zerspanen
EU-Norm für Rauchabzüge
Ab 1. September diesen Jahres müssen natürlich wirkende Rauch- und Wärmeabzugsgeräte (NRWG) den Anforderungen der DIN EN 12 101 Teil 2 entsprechen. Die Prüfung und Zulassung der Geräte erfolgt dann durch eine CE-Zertifizierung und eine CE-Kennzeichnung. Mit der Broschüre Rauch- und Wärmeabzugsgeräte in Europa, die als Heft 17 in der Schriftenreihe des Fachverbandes Lichtkuppel, Lichtband und RWA (FVLR) erschienen ist, werden Hersteller und Nutzer über diese Veränderungen informiert. Zudem beschreibt die Broschüre das Verfahren zur VdS-Anerkennung von Rauch- und Wärmeabzugsgeräten, das von VdS Schadenverhütung und dem FVLR empfohlen wird.
Dazu muss man wissen, dass das CE-Zertifikat lediglich eine gesetzliche Kennzeichnung von Mindeststandards ist – und kein Gütesiegel. Es besteht daher die Gefahr, dass die bisher bewährten deutschen Sicherheits- und Qualitätsstandards bei natürlich wirkenden Rauch- und Wärmeabzugsgeräten durch die neue CE-Kennzeichnung aufgeweicht werden. Dadurch würde aber auch das Risiko von Personen- und Sachschäden in Brandfällen steigen. Hingegen wird bei der VdS-Anerkennung nach definierten VdS-Vorgaben geprüft. Diese Vorgaben orientieren sich an den Prüfanforderungen der DIN 18 232-3. Solcherart geprüfte Rauch- und Wärmeabzugsgeräte sind daher optimal an die in Deutschland anzutreffenden geografischen und klimatischen Bedingungen und Qualitätsansprüche angepasst. Gleichzeitig bleibt die Konformität mit der DIN EN 12 101-2 gewahrt. Natürlich wirkende Rauch- und Wärmeabzugsgeräte mit VdS-Anerkennung können daher mit einem Rabatt bei der Feuerversicherungsprämie bedacht werden.
Der FVLR repräsentiert die deutschen Hersteller von Lichtkuppeln, Lichtbändern sowie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen. Lichtkuppeln und Lichtbänder erfüllen vielfältige Aufgaben in der Architektur. Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sind unverzichtbare Bestandteile des vorbeugenden baulichen Brandschutzes. Der Verband hat sich zum Ziel gesetzt, europaweit produktneutrale, sachliche und fundierte Forschungs- und Informationsarbeit zu leisten, bei Planern, Architekten, Entscheidungsträgern und Anwendern. ms









