Zerspanen
Gemeinsamkeit macht stark
dachte sich irgendwann ein pfiffiger Fertigungstechniker oder Maschinenkonstrukteur und baute in einen Antrieb mehrere Bohrspindeln ein. Eine Spindel – einfache Produktivität, fünf Spindeln – fünffache Produktivität so der einfache Grundgedanke. Diese Gleichung so nicht ganz richtig, schließlich verlangt ein Mehrspindelkopf erhöhten Aufwand, auch in Sachen Qualität des Bearbeitungszentrums. Die Tendenz ist aber zweifelsohne richtig. Und ein weiteres Argument spricht dafür, mehrere Bohrungen und Gewinde in einem Arbeitsgang einzubringen: Die Toleranzen werden nicht durch mehrfaches Spannen beeinflusst.
Neben Köpfen, beispielsweise für Flansche, deren Spindeln mit festem Abstand einen Lochkreis erzeugen, bietet sich häufig der Einsatz verstellbarer oder anwendungsspezifischer Mehrspindelköpfe an. Es ist immer eine Frage der vorhandenen Maschinenausstattung und der Serien- und Losgrößen, wenn die Wirtschaftlichkeit eines Mehrspindelkopfes abgeklopft wird. Aber auch die erzielbaren Toleranzen des Fertigteils und die Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter für die Abwicklung vieler einzelner Schritte mit entsprechenden Handlingaufgaben sollte berücksichtigt werden.dr








