Zerspanen
Grat für Grat
Bei ihrer neuen Generation an Enspindel-Entgratern hat die Maschinenfabrik Rausch Wert auf mehr Transparenz gelegt. Der Bediener des Gratomat GR 500 ECO hat freie Sicht auf den Prozess, während er die Maschine über das Touch Panel bedient. Schaltschrank, Pneumatiksteuerung und Absaugvorrichtung wurden in die Maschine integriert, sind aber gut zugänglich. Neben dem zurückgesetzten Mittelteil der Maschine, das beim Einrichtbetrieb beste Sicht gewährleistet, gehören die großen Schutztüren, die auch die Maschinenoberseite öffnen, zu den Gestaltungselementen der neuesten Generation. Dieses Konstruktionsmerkmal schafft die Voraussetzung dafür, dass schwerere Werkstücke mit dem Kran eingehoben bzw. entnommen werden können.
Eine zentrale Anforderung im Pflichtenheft war die Flexibilität, mit der entgratet wird. Die beiden Bearbeitungseinheiten können wahlweise mit Frässtiften, Schleifscheiben und/oder Bürsten ausgestattet werden. Hier sind alle Kombinationen – auch zwei Fräser oder zwei Bürsten – möglich. Die manuelle Einstellung der Achsen ist in kurzer Zeit zu erledigen; eine Digitalanzeige gibt die jeweils eingestellten Werte an.
Auch schwere Brocken mit 50 bis 500 Millimeter Durchmesser und bis zu 300 Kilogramm Teilegewicht können beidseitig in einer Aufspannung bearbeitet werden. Die Kinematik von Spindel und Bearbeitungseinheiten erlaubt das Entgraten von Gerad- und Schrägverzahnungen in den Modulen zwei bis zehn mit reproduzierbarer Qualität. Die Steuerung übernimmt eine Siemens-SPS vom Typ S7-1200. Als Spindelantrieb kommt ein hochpräziser Servomotor zum Einsatz.
Mit diesen Eigenschaften ist der neue Entgrater die ideale Beistellmaschine für Job Shops, die Wert auf hohe Flexibilität beim Entgraten legen. Für hohe Stückzahlen eignen sich die Größeren, die nach dem Rolldrück-Verfahren arbeiten und sich auch in automatisierte Fertigungsanlagen integrieren lassen. Von der Flexibilität der Maschine können sich die Besucher der EMO überzeugen. ee








